„Öffentliche“ mit weiterem guten Jahr
Bilanz Landesbrandkasse und Lebensversicherungsanstalt wachsen – Altersvorsorge starker Motor
Der Vorstand der Öffentlichen Versicherungen mit (von links): Horst Schreiber, Franz Thole (Vorsitzender) und Dr. Ulrich Knemeyer BILD: OEVO 
von Rüdiger Zu Klampen
Oldenburg - Immer mehr Unternehmen in der Region gewähren Mitarbeitern einen Zuschuss zu ihrer betrieblichen Altersvorsorge. Solche Zuzahlungen zu (den sonst oft nur vom Lohn gespeisten) Verträgen würden zunehmend zum „Instrument, um gute Mitarbeiter zu binden“, sagte Horst Schreiber, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. Das sei ein „gutes Zeichen“.
Die Altersvorsorge – über den Betrieb oder privat etwa über „Riester“ oder normale Rentenversicherungen – war 2011 erneut ein starker Wachstumsmotor bei den „Öffentlichen“. Sie blicken – wie seit 1994 üblich – auf ein weiteres Wachstumsjahr zurück, wie Vorstandsvorsitzender Franz Thole mit den Vorstandsmitgliedern Schreiber sowie Ulrich Knemeyer erläuterte. Die Geschäftsergebnisse der beiden Versicherungen – Oldenburgische Landesbrandkasse und Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg – seien ein Spiegelbild der günstigen regionalen Entwicklung, meinte Thole.
Die Öffentlichen Versicherungen bauten ihre starke Marktposition den Angaben zufolge 2011 weiter aus und beschleunigten teilweise noch das Tempo. Die Zahl der Versicherungsverträge wuchs um weitere fast 8400 und etablierte sich mit 1 008 586 stabil über der Marke von einer Million. Damit erreiche man „pro Kopf“ einen Großteil der Menschen im Oldenburger Land, so Thole.
Bei der Oldenburgischen Landesbrandkasse (OLBK) als Schaden- und Unfallversicherer wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge um 1,9 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Nahezu alle Bereiche wuchsen, besonders kräftig die Sparten Haftpflicht (plus 5,4 Prozent), Unfall (5,0) und Hausrat (2,5). Dies bedeute Marktanteilsgewinne. In der Gebäudeversicherung sei mit 2,0 Prozent Beitragswachstum „die herausragende Stellung im Geschäftsgebiet verteidigt“ worden. Die Zahl der Verträge im Kfz-Bereich wuchs von hohem Niveau aus um weitere 2000 auf 182 800 (inklusive Mopeds). Etwa jedes vierte Auto im Oldenburger Land sei bei der Landesbrandkasse versichert. Der Markt wachse noch, das Wettbewerbsumfeld sei aber „stark“.
Die Schadenaufwendungen der OLBK seien 2011 insgesamt rückläufig gewesen, erläuterten Thole und Schreiber. Der größte Einzelschaden – der Brand einer Sportanlage in Oldenburg – sei „gut verkraftet“ worden. Die Schadenquote – Verhältnis von Schadenaufwand zu Beiträgen – sank auf 82,6 (87,7) Prozent.
Die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg verbuchte angesichts starker Nachfrage nach betrieblicher und privater Altersvorsorge im Neugeschäft das beste Jahr seit 2004 (Beitragssumme plus 13 Prozent auf 217 Millionen Euro). Damit nehme man bundesweit eine Spitzenposition ein. Die laufenden Beitragseinnahmen wuchsen um 0,6 Prozent, die gebuchten Bruttobeiträge sanken um 5,2 Prozent auf gut 84,1 Millionen Euro. Allein die Zahl der „Riester-Verträge“ stieg um etwa 2500 auf 34 200. Der Marktanteil in der Region betrage etwa 25 Prozent.
- Im Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg reiht sich ein Infostand an den anderen: 40 Unternehmen aus dem Nordwesten – von A wie Aleo Solar AG bis T wie Trent gGmbH – zeigen auf der Firmenkontaktmesse „Career Day“ (Karriere Tag) potenziellen Mitarbeitern, was sie zu bieten haben.mehr
- Die Schuldenkrise hat die Euro-Zone in eine neue Rezession gerissen. Sie bedroht nach Einschätzung der OECD auch die eigentlich hervorragenden Konjunkturaussichten für Deutschland. Der Spar- und Reformprozess sei in den meisten Staaten gerade erst angelaufen und durch schwach wachsende oder gar sinkende Wirtschaftsleistungen geprägt, schreiben die Experten der Industriestaatenorganisation.mehr
- Griechenland steht am Abgrund. Eine stabile Regierung ist nicht in Sicht, die Euro-Partner fürchten um den mit Rettungsmilliarden erkauften Sparkurs. Einen Rauswurf der Griechen aus der gemeinsamen Währung sehen die geltenden europäischen Verträge nicht vor.mehr
- Der Facebook-Börsengang wird zum Milliardengrab für Anleger: Der Kurs ist am dritten Handelstag weiter um annähernd 9 Prozent auf 31 Dollar eingebrochen. Ein Anleger, der zum Ausgabepreis von 38 Dollar gekauft hatte, verlor somit bis zum späten Dienstag 18 Prozent seines Geldes.mehr
- Obwohl die deutschen Haushalte dank des milden Winters durchschnittlich 18 Prozent weniger Energie zum Heizen gebraucht haben, ist eine warme Wohnung 2011 teurer geworden. So seien die Heizkosten für Häuser mit Ölheizung um fünf Prozent gestiegen, ergab der am Dienstag veröffentlichte Heizspiegel 2012 von CO2online und dem Deutschen Mieterbund.mehr


