Streik am Flughafen ausgesetzt
Luftfahrt Fraport und Gewerkschaft kehren an Verhandlungstisch zurück
ddp
Frankfurt - Reisende am Frankfurter Flughafen können aufatmen: Der Streik der Vorfelddienste ist nach fünf Tagen vorerst beendet. Die Betreibergesellschaft Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (Gdf) vereinbarten am Mittwoch überraschend die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Die GdF setzte ihren Arbeitskampf aus, nachdem Fraport-Chef Stefan Schulte ein neues Gesprächsangebot ohne Vorbedingungen unterbreitet hatte.
GdF-Sprecher Matthias Maas sagte, mit Beginn der Nachtschicht gegen 22 Uhr werde wieder normal gearbeitet. Fraport hatte ein Ende der Streiks zur Bedingung für neue Verhandlungen gemacht. Für diesen Donnerstag ist ein erstes Gespräch mit der GdF geplant, sagte Fraport-Sprecher Mike Schweitzer.
Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte sagte: „Wir begrüßen, dass im Sinne der Passagiere, Fluggesellschaften und unserer Mitarbeiter nun wieder nach Lösungen am Verhandlungstisch gesucht wird“. Die GdF kündigte an, es werde so lange verhandelt, bis ein Ergebnis erzielt werde oder eine Seite die Gespräche für gescheitert erkläre.
Für den Fall, dass sich GdF und Fraport nicht einigen, sieht sich Fraport gut gerüstet. „Wir sind vorbereitet, auch auf längere Streiks“, sagte Schulte. Er erwarte, dass die Zahl der annullierten Flüge auf maximal zehn Prozent aller Verbindungen pro Tag reduziert werden könne. Am Mittwoch fielen laut Fraport etwa 170 von 1260 Verbindungen aus, eine Quote von 13 Prozent. Am ersten Streiktag waren es noch 32 Prozent. Insgesamt wurden bei dem Streik mehr als 1000 Flüge annulliert.
Die fünf Streiktage an Deutschland größtem Flughafen kosteten den Betreiber nach eigenen Angaben mehrere Millionen Euro. Allein an den ersten zwei Tagen lagen die Umsatzeinbußen laut Sprecher Schweitzer zwischen 3,5 und 4 Millionen. Stark betroffen war auch die Lufthansa. „Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt“, sagte Personalvorstand Stefan Lauer der „Financial Times Deutschland“.
- Im Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg reiht sich ein Infostand an den anderen: 40 Unternehmen aus dem Nordwesten – von A wie Aleo Solar AG bis T wie Trent gGmbH – zeigen auf der Firmenkontaktmesse „Career Day“ (Karriere Tag) potenziellen Mitarbeitern, was sie zu bieten haben.mehr
- Die Schuldenkrise hat die Euro-Zone in eine neue Rezession gerissen. Sie bedroht nach Einschätzung der OECD auch die eigentlich hervorragenden Konjunkturaussichten für Deutschland. Der Spar- und Reformprozess sei in den meisten Staaten gerade erst angelaufen und durch schwach wachsende oder gar sinkende Wirtschaftsleistungen geprägt, schreiben die Experten der Industriestaatenorganisation.mehr
- Griechenland steht am Abgrund. Eine stabile Regierung ist nicht in Sicht, die Euro-Partner fürchten um den mit Rettungsmilliarden erkauften Sparkurs. Einen Rauswurf der Griechen aus der gemeinsamen Währung sehen die geltenden europäischen Verträge nicht vor.mehr
- Der Facebook-Börsengang wird zum Milliardengrab für Anleger: Der Kurs ist am dritten Handelstag weiter um annähernd 9 Prozent auf 31 Dollar eingebrochen. Ein Anleger, der zum Ausgabepreis von 38 Dollar gekauft hatte, verlor somit bis zum späten Dienstag 18 Prozent seines Geldes.mehr
- Obwohl die deutschen Haushalte dank des milden Winters durchschnittlich 18 Prozent weniger Energie zum Heizen gebraucht haben, ist eine warme Wohnung 2011 teurer geworden. So seien die Heizkosten für Häuser mit Ölheizung um fünf Prozent gestiegen, ergab der am Dienstag veröffentlichte Heizspiegel 2012 von CO2online und dem Deutschen Mieterbund.mehr



