FRANKFURT, 23. Februar 2012


Streik am Flughafen ausgesetzt

Luftfahrt Fraport und Gewerkschaft kehren an Verhandlungstisch zurück


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Nehmen die Arbeit wieder auf: die Vorfeld-Beschäftigten in Frankfurt BILD: dpa  Bild vergrößern

Für diesen Donnerstag sind erste Gespräche geplant. Am Mittwoch fielen 170 Flüge aus.

ddp

Frankfurt - Reisende am Frankfurter Flughafen können aufatmen: Der Streik der Vorfelddienste ist nach fünf Tagen vorerst beendet. Die Betreibergesellschaft Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (Gdf) vereinbarten am Mittwoch überraschend die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Die GdF setzte ihren Arbeitskampf aus, nachdem Fraport-Chef Stefan Schulte ein neues Gesprächsangebot ohne Vorbedingungen unterbreitet hatte.

GdF-Sprecher Matthias Maas sagte, mit Beginn der Nachtschicht gegen 22 Uhr werde wieder normal gearbeitet. Fraport hatte ein Ende der Streiks zur Bedingung für neue Verhandlungen gemacht. Für diesen Donnerstag ist ein erstes Gespräch mit der GdF geplant, sagte Fraport-Sprecher Mike Schweitzer.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte sagte: „Wir begrüßen, dass im Sinne der Passagiere, Fluggesellschaften und unserer Mitarbeiter nun wieder nach Lösungen am Verhandlungstisch gesucht wird“. Die GdF kündigte an, es werde so lange verhandelt, bis ein Ergebnis erzielt werde oder eine Seite die Gespräche für gescheitert erkläre.

Für den Fall, dass sich GdF und Fraport nicht einigen, sieht sich Fraport gut gerüstet. „Wir sind vorbereitet, auch auf längere Streiks“, sagte Schulte. Er erwarte, dass die Zahl der annullierten Flüge auf maximal zehn Prozent aller Verbindungen pro Tag reduziert werden könne. Am Mittwoch fielen laut Fraport etwa 170 von 1260 Verbindungen aus, eine Quote von 13 Prozent. Am ersten Streiktag waren es noch 32 Prozent. Insgesamt wurden bei dem Streik mehr als 1000 Flüge annulliert.

Die fünf Streiktage an Deutschland größtem Flughafen kosteten den Betreiber nach eigenen Angaben mehrere Millionen Euro. Allein an den ersten zwei Tagen lagen die Umsatzeinbußen laut Sprecher Schweitzer zwischen 3,5 und 4 Millionen. Stark betroffen war auch die Lufthansa. „Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt“, sagte Personalvorstand Stefan Lauer der „Financial Times Deutschland“.

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