Oft Konflikt um Infrastruktur
Prof. Hans Kaminski, Direktor des Oldenburger Instituts für Ökonomische Bildung, zur nächsten Gartenvorlesung zum „1x1 der Wirtschaft“ am 8. September. Die Karten werden in Kürze von der NWZ verlost.
FRAGE: Weshalb wurde für die nächste Veranstaltung in der Reihe „1x1 der Wirtschaft“ am 8. September das Thema Infrastruktur ausgewählt?
KAMINSKI: Infrastrukturprojekte sind ein permanentes gesellschaftliches Konfliktfeld. Wir wollen Energie aus Windkrafträdern, bestehen aber auf unverbaute Landschaften. Wir brauchen globalen Handel und Beschäftigung, wollen aber keine weitere Autobahnen, Bahnschienen oder mehr Flugverkehr. Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass große Infrastrukturprojekte in Deutschland oft Jahrzehnte dauern und wenig Akzeptanz finden. Wir brauchen zumindest einen Konsens über Nutzen und Kosten solcher Projekte. Eine sachorientierte Argumentation in beide Richtungen ist das Ziel unserer nächsten Gartenvorlesung.
FRAGE: Inwiefern ist das Thema denn auch regional relevant?
KAMINSKI: Auch hier vor Ort suchen wir nach den besten Lösungen, um Großprojekte wie den Jade-Weser-Port zu realisieren. Es wird viel geredet über mehr Lkws auf den Straßen, mehr Bahnverkehr, die Küstenautobahn. Mit unseren Gästen möchten wir uns natürlich über die Problematik solcher Infrastrukturprojekte unterhalten, über die ökonomischen und politischen Dimensionen sowie über den regionalen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen.
FRAGE: Wer ist eigentlich die Zielgruppe bei dieser Gartenveranstaltung, die vom Institut für Ökonomische Bildung und der Wirtschaftsbildungsinitiative Wigy ausgerichtet wird?
KAMINSKI: Wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Oldenburg und umzu eingeladen, zu uns zu kommen.
Um Karten bewirbt man sich – wie beim „1x1 der Wirtschaft“ üblich – mit einem Coupon, der ab der kommenden Woche auf einer der NWZ -Wirtschaftsseiten erscheinen wird.



