BERNE, 18. Januar 2012


Hohe Kosten verzögern Ausbau der B 212 neu

Ausschreibungen wurden aufgehoben – Unerwartet hohe Preise


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Viel Sand ist nötig, um den Boden für den Bau der Bundesstraße zu verdichten. Der Auftrag für die Erdarbeiten wird neu ausgeschrieben. ArchivBILD: Jan Lehmann  Bild vergrößern

Die Bodenverhältnisse im geplanten Streckenverlauf sind schwierig. Das erklärte nun Joachim Delfs.

von Friederike Liebscher

Berne - Zwei Jahre länger als bislang geplant, bis ins Jahr 2018, wird der Schwerlastverkehr noch durch die enge Ortsdurchfahrt in Berne rollen.

Grund für die Verzögerung sind unter anderem die unerwartet hohen Kosten für die Erdarbeiten. Das erklärte nun Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Ein weiterer Aspekt ist eine Schwerpunktverlagerung im Bundesfernstraßenhaushalt zugunsten des Erhalts von vorhandenen Straßen“, so Delfs.


Drei Angebote
Die Erdarbeiten für den nächsten Abschnitt der B 212 neu bis zur B 74 sind im vergangenen Herbst ausgeschrieben worden. „Es lagen nur drei Angebote vor. Eines wurde aus formalen Gründen ausgeschlossen. Alle waren überteuert. Sie hätten den Kostenrahmen im zweistelligen Millionenbereich überschritten“, berichtete Delfs. Deshalb habe man die Ausschreibung aufgehoben. „Der Wettbewerb war aufgrund der besonderen Anforderungen des Bodens eingeschränkt. Das gilt besonders für die zunächst vorgesehenen geotextil-ummantelten Sandsäulen, die schon im ersten Bauabschnitt eingesetzt wurden.“ Diese sollen den schwierigen Marschboden stabilisieren.




Zwei Brücken
Um die Anzahl möglicher Bieter zu vergrößern, den Wettbewerb zu fördern und die Kosten zu senken soll diese Technik für den weiteren Bau der Straße nicht zum Einsatz kommen. „Wir werden den Boden durch eine Überschüttung mit Sand verdichten“, erklärte Joachim Delfs das weitere Vorgehen. Dadurch werde allerdings Zeit verloren, denn der Untergrund braucht auf diese Weise länger, bis er sich gesetzt hat.

Außerdem kann erst mit dem Bau der weiteren Brücken (über die Bahnstrecke und über die Ollen) begonnen werden, wenn der Untergrund seine endgültige Verdichtung weitgehend erreicht hat. „Dadurch verlieren wir eineinhalb Jahre“, so Delfs. Zusammen mit einem halben Jahr für eine neue Ausschreibung komme man auf zwei Jahre – also bis 2018. „Ich kann verstehen, dass das nicht zu großer Freude führt“, erklärte er. Aber die hohen Preise der Unternehmen habe man nicht annehmen können. „Fast 20 Euro pro Kubikmeter Sand – das geht nicht.“

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Im Jahr 2016 soll die B 212 neu bis zur B 74 fertig sein. Die Brücke über die Hunte soll 2013 befahrbar sein.




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