BERNE, 19. Januar 2012


B 212 neu: Grüne befürchten hohe Verkehrsbelastung

Diskussion Verzögerung beim Ausbau belaste die Weserstraße – Rückhalt für Klage gegen das Land


frk

Berne - Auf der ersten Ortsgruppensitzung der Berner Grünen im neuen Jahr ging es in den Diskussionen vor allem um das Thema B 212 neu.

Auch wenn die Grünen in der Vergangenheit eine kurze Umgehung Bernes bevorzugt haben, sei eine möglichst schnelle Fertigstellung der Ortsumgehung für die Entwicklung des Kernortes nun unabdingbar, stellt man fest. Die Mitglieder befürchten, dass der Verkehr während der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt von der B 74 bis Harmenhausen nicht nur durch die Lange Straße, sondern auch durch die Weserstraße geführt wird. Das würde eine dramatische Verschlechterung der Verkehrssituation in Berne bedeuten. Ebenso sei eine weitere Verzögerung über das Jahr 2018 hinaus zu befürchten.

Auch über die neusten Entwicklungen im Berner Rat wurde lebhaft diskutiert. Die Fraktion machte deutlich, dass man der Argumentation von Bürgermeister Bittner bezüglich des Klageverfahrens gegen das Land Niedersachsen uneingeschränkt folgen könne. Alternative Verfahrensweisen seien inhaltlich nicht schlüssig erklärt worden. Entsetzt zeigten sich die Mitglieder der Grünen darüber, auf welcher Grundlage der Rat die Sanierung des Kunstrasenplatzes beschlossen hat. Ohne Zeitdruck, ohne eine Bürgerbeteiligung und ohne alternative Möglichkeiten geprüft zu haben würde damit eine nachhaltige Ortsentwicklung verhindert. Dabei hätte es kein aussagekräftiges finanzielles Angebot gegeben, auf dessen Grundlage die tatsächlichen Auswirkungen auf den Haushalt abgeschätzt werden könnten.

In diesem Jahr will sich der Grünen-Ortsverband Berne/Lemwerder intensiv mit Klimaschutzkonzepten in kleinen Kommunen auseinandersetzen. Als Auftakt findet eine Veranstaltung in Kooperation mit den Grünen aus Elsfleth, Brake und Ovelgönne am 26. Januar um 19.30 in der Alten Mühle in Elsfleth statt. Dort wird Michael Danner von „Kommunikation für Mensch & Umwelt“ Klimaschutzkonzepte vergleichbarer Gemeinden sowie Fördermöglichkeiten durch das Bundesumweltministerium vorstellen.

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