SPD erfreut über Wegfall zweier Trassen
Stadtumfahrung Ratsherr Häger warnt vor Routen westlich von Delmenhorst
Ganderkesee - „Mit Zufriedenheit“ hat die Ganderkeseer SPD-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei ihrer Suche nach einer Trasse für eine Umfahrung von Delmenhorst („Entwicklungsachse“) die Varianten West 3.1 und West 3.2 nicht weiter verfolgt. Diese Trassen, die eine Verbindung zwischen der A 28 und der B 212neu durch einen Bogen westlich um Bookholzberg herum vorsehen, hätten „wichtige Teile des Moores sowie des Hasbruchs berührt“, argumentierte SPD-Ratsherr Heinz-Peter Häger.
Häger plädierte erneut für die von ihm schon vor geraumer Zeit vorgeschlagene und von der SPD-Fraktion geforderte Ostumgehung („Häger-Trasse“). Durch sie würden die Verkehre nicht in den Osten von Delmenhorst und nach Ganderkesee geleitet, sondern über Strom, Hasbergen, entlang der Landesgrenze zu Bremen, nach Iprump und zur B 75. Dabei handele es sich weitgehend um unbebautes Gebiet.
Vehement warnte Häger vor Trassenführungen westlich von Delmenhorst durch Ganderkeseer Gebiet. Vorschläge wie etwa West 1 (über Almsloh und den Hohenborn) „führen zu schweren Eingriffen in die Landschaft und zerstören gewachsene Strukturen“. Orte wie Schönemoor, Hoykenkamp, Elmeloh und Almsloh würden zerschnitten. Zubringerstraßen wie Schönemoorer Landstraße, Schönemoorer Dorfstraße, Schierbroker Straße, Elmeloher Straße und Almsloher Straße würden die Verkehrslasten nicht bewältigen können. „Es würde zu erheblichen Behinderungen kommen.“
„Katastrophale Verkehrsverhältnisse“ sagte Häger bei der Variante West 1 für den Ort Ganderkesee voraus. Dabei spielte er auf Verkehre an, die von der A 28-Auffahrt Urneburg in Richtung A unterwegs seien.
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