Varianten-Suche für Ortsumfahrung wird konkret
B 212neu Straßenbauverwaltung lässt Tier- und Pflanzenarten auch auf privaten Grundstücken erfassen
Ganderkesee - Wenn sich in den nächsten Tagen oder Monaten fremde Menschen auf privaten Grundstücken aufhalten, muss man nicht gleich eine Straftat befürchten: Um die beste Trasse für eine Ortsumfahrung Delmenhorst zu finden, sind in einem Bogen nördlich der Delme-Stadt zwischen Grüppenbühren im Westen und Iprump im Osten Voruntersuchungen erforderlich. Die Erfassung von Tier- und Pflanzenarten sowie Biotop-Typen hat am Mittwoch offiziell begonnen.
Da diese Arbeiten im Interesse der Allgemeinheit liegen, müssen die Grundstückseigentümer sie dulden, heißt es in einer Bekanntmachung des Leiter des Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, Joachim Delfs. Die Beauftragten der Straßenbauverwaltung würden so vorsichtig wie nur möglich zu Werke gehen. Sollten durch die Vorarbeiten dennoch Schäden entstehen, gebe es einen finanziellen Ausgleich.
Die Landesbehörde hat mittlerweile die Planungsraum-Analyse und die verkehrswirtschaftliche Untersuchung zur Ortsumfahrung im Internet veröffentlicht. Untersucht werden, wie berichtet, verschiedene Linienführungen westlich und östlich von Delmenhorst auf ihre „Raumverträglichkeit“. Eine Umgehungsstraße ist unabdingbar, weil auf Delmenhorst im Zuge der Fertigstellung der B 212neu nach den einschlägigen Prognosen eine regelrechte Verkehrslawine zurollen wird. Dafür muss ein Ventil geschaffen werden.
Die Gemeinde Ganderkesee hat alle interessierten Bürger zu einer Informationsveranstaltung über die Planung der Ortsumfahrung eingeladen, die künftig unter der Bezeichnung B 213 geführt wird. Am Montag, 5. März, werden Vertreter der Fachbehörden, der Regierungsvertretung Oldenburg und voraussichtlich auch der Landesbehörde für Straßenbau zum Stand des Verfahrens und dem weiteren Vorgehen Auskunft geben. Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr im Hotel Backenköhler in Stenum.
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