Delegationen kehren aus Oldenburg zurück
Olmun Elf Ganderkeseer Gymnasiasten nehmen an Model United Nations teil
Auszeichnung: Englischlehrerin Claudia Quensel (rechts), die MUN-Director war, überreichte den Schülern der Delegationen Zentrale afrikanische Republik, Österreich und Tschechien zum Abschluss eine Urkunde. BILD: Jantje Ziegeler 
von Jantje Ziegeler
Ganderkesee - Ein bisschen erschöpft, aber um viele Erfahrungen reicher sind am Donnerstag elf Schüler des Gymnasiums Ganderkesee von der Olmun (Oldenburg Model United Nations) zurückgekehrt. Gemeinsam mit etwa 600 „Delegierten“ aus 15 Ländern waren sie Teil der elften Auflage der größten von Schülern organisierten UN-Modellkonferenz in Deutschland.
Auf Englisch haben sie als Vertreter der UN-Nationen Zentrale Afrikanische Republik (Leon Etrich, Benedikt Kunst, Salome Rutayungwa, Janina Schuchholz), Österreich (Rabea Hadeler, Sebastian Horeis, Valerija Tsyganovska) und Tschechien (Lea Dettmer, Antonia Gruhn, Alexander Kolloge, Jennifer Retzlaff) über Herausforderungen der globalisierten Welt diskutiert und Vereinbarungen errungen; so hatten Benedikt Kunst und Sebastian Horeis eine Resolution formuliert, die nach dem Lobbying als eine von zwei Resolutionen für die Generalversammlung ausgewählt wurde. Jennifer Retzlaff traute sich, eine Eröffnungsrede auf der Generalversammlung in der Weser-Ems-Halle vor 650 Leuten zu halten.
Jeder der Teilnehmer war einem bestimmten Komitee zugeordnet: „Ich war bei ,good governments‘“, erzählt zum Beispiel Benedikt Kunst (18). Die 15-jährige Lea Dettmer war dagegen im Komitee, das sich mit der besseren Integration von behinderten Menschen beschäftigt, der ebenfalls 15-jährige Karsten Kolloge setzte sich mit der Ausbeutung afrikanischer Ölvorräte auseinander.
„Das war mal was völlig Anderes“, meint Lea Dettmer, „alle Teilnehmer waren gut informiert.“ Vorbereitet haben sich die Schüler in ihrer Freizeit. „Ursprünglich wollte ich Jamaika oder Holland vertreten“, verrät Janina Schuchholz, aber dass es ein anderes Land geworden ist, sei nicht schlimm gewesen, im Gegenteil: „Es ist interessant, sich mit einem Land zu beschäftigen, das man nicht vorher überhaupt nicht kannte.“
Zum ersten Mal hat das Gymnasium an der Olmun teilgenommen. Englischlehrerin Claudia Quensel, die ebenfalls täglich mit den Schülern als „MUN-Director“ nach Oldenburg reiste, kannte die Olmun aus Rastede, wo sie vorher Lehrerin war.
- Ende der Debatte – genug diskutiert und gerungen, aber auch gelacht und getanzt: Am Donnerstagabend haben sich die 700 Teilnehmer von der UN-Modellkonferenz Olmun 2011 verabschiedet: 700 Jugendliche aus 15 Ländern und mehreren Kontinenten.mehr
- Noch zwei fehlende Gastausweise für Pressevertreter? Es gibt einen versierten Mitarbeiterstab, aber die beiden schicken Schilder fertigt Generalsekretärin Carla Henckel (19) in Sekundenschnelle unprätentiös eben selber am PC: „Hier, bitteschön.mehr
- Mehr als 600 Schüler aus 15 Nationen debattieren bis zu diesem Donnerstag in Oldenburg über Themen der Weltpolitik. Zum elften Mal tagt in der Stadt das englischsprachige Plan- und Rollenspiel „Oldenburg Model United Nations“ (Olmun), teilten die.mehr
- Am kommenden Montag ist es soweit: Mehr als 600 Schüler aus verschiedenen Nationen treffen sich in der Weser-Ems-Halle und anderen Tagungsorten zum UN-Planspiel „Olmun“ (Oldenburg Model United Nations).mehr


