Real bringt Oldenburger Baskets-Fans zum Staunen

BASKETBALL Oldenburg verliert gegen Madrid 61:104 – Gäste sorgen schon früh für Entscheidung


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Kaum ein Durchkommen: Rickey Paulding (am Ball) fand gegen die starke Mannschaft von Real Madrid am Mittwochabend selten eine Lücke. BILD: PIET MEYER Bild vergrößern

BASKETBALL AUS EINER ANDEREN LIGA BOT REAL MADRID IN OLDENBURG. DIE TAPFER KÄMPFENDEN GASTGEBER STANDEN AUF VERLORENEM POSTEN.

VON FRIED-MICHAEL CARL

OLDENBURG - Die Basketballer von Real Madrid haben die Erwartungen der Oldenburger Zuschauer erfüllt. Die Königlichen glänzten in der mit 4104 Zuschauern gut besetzten Oldenburger Messehalle im Euroleaguespiel gegen den deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg. Die Spanier holten sich mit 104:61 (58:37) einen standesgemäßen Sieg. Bester Werfer der Baskets war Je’Kel Foster, der auf 16 Punkte kam.

Baskets-Trainer Predrag Krunic fand, dass seine Mannschaft zu viel Respekt vor dem Gegner hatte: „Das war eine schwere Niederlage. Es war aber auch eine gute Erfahrung auf diesem hohen Niveau, von der wir demnächst profitieren können.“

Groß war der Jubel unter den Fans, als Foster nach gut einer Minute mit einem Dreier die 3:2-Führung erzielen konnte – es sollte die einzige bleiben. Foster war es in der Folge, der den Gästen am meisten Paroli bot. Er konnte aber auch nicht verhindern, dass die Madrilenen deutlich machten, dass sie in einer anderen Liga spielten als die Oldenburger: Schnell, ballsicher, technisch stark und äußerst variantenreich stellten sie die Defensive der Gastgeber vor große Rätsel. Ob der lange Darjus Lavrinovic oder die kräftigen und wendigen Flügelspieler Novica Velickovic, Rimantas Kaukenas, Travis Hansen oder Jorge Garbajosa, sie alle waren den aufopferungsvoll kämpfenden Baskets um Strecken voraus. Überragend Madrids Rückraum, in dem Pablo Prigioni, Luis Bullock und Sergio Llull mit Übersicht und Spielwitz die Fäden zogen. Da blieb den fachkundigen Fans nichts anderes übrig, als Applaus zu spenden.

Die Oldenburger enttäuschten ob der Übermacht aber nicht. Zwar agierten sie anfangs nervös, dann aber wussten sie durch gelegentlich gute Aktionen wie der „blinde Pass“ von Marko Scekic zu Milan Majstorovic oder den Dreiern von Foster, Rickey Paulding und Joshua Carter zu gefallen. Ändern konnten sie dadurch aber nicht, dass Madrid sich einen Vorsprung erarbeitete (19:8/7.), den die Spanier über 28:16 (10.) auf 58:37 zur Pause ausbauten.

An dem einseitigen Spielverlauf änderte sich nach dem Wechsel nichts. Gelegentlich freuten sich die Zuschauer über gelungene Aktionen ihrer Mannschaft. Meist aber konnten sie nur staunend mit ansehen, wie die Gäste ihre Klasse ausspielten.

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Und wer geglaubt hatte, dass die Spanier nach der Pause ein wenig das Tempo drosseln würden, wurde eines Besseren belehrt. Sie spielten weiter aggressiv in der Defensive, fingen viele Bälle ab, holten sich mehr Rebounds und kamen im Angriff zu leichten Punkten. 85:50 führten sie nach 30 Minuten, der Rest war nur noch ein Schaulaufen gegen jetzt müde Baskets.


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12.11.2009
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