OLDENBURG, 19. November 2009


Motivationsschub für Meeresforscher

UNIVERSITÄT Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Oldenburger Institut mit 8,2 Millionen Euro


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Meinhard Simon BILD: H. BIELEFELD Bild vergrößern

ES IST BEREITS DIE DRITTE ANERKENNUNG FÜR DIE UNI DURCH DIE DFG. DIE HÖRFORSCHUNG UND DIE INFORMATIK WERDEN EBENFALLS UNTERSTÜTZT.

VON THOMAS HELLMOLD

Oldenburg - Die Universität Oldenburg darf sich über eine weitere Anerkennung ihrer international relevanten Spitzenforschung freuen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der Hochschule am Mittwoch einen Sonderforschungsbereich in der Untersuchung von Meeresbakterien bewilligt.

Das Projekt des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) unter Leitung des Oldenburger Meeresforschers Prof. Dr. Meinhard Simon wird ab 1. Januar 2010 in den folgenden vier Jahren mit insgesamt 8,2 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind neben der federführenden Universität Oldenburg auch die Technische Universität Braunschweig, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, die Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen und das Genomforschungslabor der Universität Göttingen, teilte die Uni Oldenburg am Mittwoch mit.

„Die Bewilligung bestätigt die hohe Qualität der Oldenburger Meeresforschung und stärkt weiterhin das Profil der Universität und ihre Wettbewerbsfähigkeit“, sagte die kommissarische Präsidentin Dr. Heide Ahrens.

Der Sonderforschungsbereich wird nach Angaben der Universität eine der wichtigsten Gruppen von Meeresbakterien, die sogenannte Roseobacter-Gruppe, umfassend untersuchen. Ziel der Forschungen sei es, die evolutionären, genetischen und physiologischen Prinzipien und Anpassungen von Bakterien an ihre verschiedenen Lebensräume zu verstehen.

Die Forschungen erweiterten nicht nur die grundlegenden Erkenntnisse über die Roseobacter-Gruppe, sagt Professor Meinhard Simon. „Sie werden auch neue Einsichten über den gezielten Einsatz von Bakterien dieser Gruppe für Antifoulingprozesse an Oberflächen, z. B. von Schiffen, und für die optimierte Produktion von biologischen Wirkstoffen in der Aquakultur und möglicherweise auch der Medizin ergeben."

Das Bakterienprojekt ist der dritte von der DFH geförderte Sonderforschungsbereich der Uni Oldenburg. Zuvor waren bereits die Oldenburger Hörforscher mit ihren Untersuchungen zum „Aktiven Gehör“ unter Leitung von Prof. Dr. Georg Klump und das Informatik-Projekt „Sicherheitskritische Systeme“ in Verkehrsmitteln unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Damm von der DFG gefördert worden.

www.icbm.de

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