Apen: Kater von Schrotkugeln getroffen

TIERSCHUTZ Verletztes Tier in Aperberg gefunden – Wunden sind gut verheilt


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Trauriger Blick: Edelgard Grebe kümmert sich um den Kater, den eine Schrotkugel im Auge traf. BILD: JACOB Bild vergrößern

DER TIERSCHUTZVEREIN WILL DAS TIER VERMITTELN. INTERESSIERTE KÖNNEN SICH MELDEN.

VON FRANK JACOB

Aperberg/Ihorst - Verschmust tapst der Kater mit dem schwarzen und weißen Fell durch Edelgard Grebes Katzenzimmer. Traurig schaut er Besucher aus seinem noch verbliebenen Auge an.

Vor einer Woche ist das ein Jahr alte Tier auf dem Gebiet der Gemeinde Apen (Landkreis Ammerland) angeschossen worden. Seitdem kümmert sich der Tierschutzverein Ammerland um den verletzten Kater.

„Die Verletzungen sind gut abgeheilt“, sagt Edelgard Grebe, die Kassenwartin des Vereins, und nimmt den Stubentiger auf den Arm. Dann erzählt sie aufgebracht, wie das Tier beim Tierschutzverein gelandet ist.

Vor einer Woche hatte eine Frau aus Aperberg den verletzten und abgemagerten Kater am Donnerstagabend in der Nähe der Straße Am Kirchweg gefunden. Am Freitagmorgen brachte Edelgard Grebe den Kater zum Tierarzt nach Westerstede.

Die Veterinärin entfernte zwei Schrotkugeln aus dem Auge und der Brust des Katers. Es handele sich um Munition, die aus Waffen komme, wie nur Jäger sie verwenden, erfuhr Edelgard Grebe.

Die Kombination Jäger und Katzen bringt die Kassenwartin in Rage. „Katzen sind wie Unkraut“, habe ein Jäger einmal zu ihr gesagt und angefügt, dass er seinen Hund auf streunende Katzen jagen würde.

Bei solchen Äußerungen kann Edelgard Grebe nur mit dem Kopf schütteln: „Das sind doch Lebewesen“, sagt sie und erzählt von ihrer eigenen Katze, auf die im vergangenen Jahr geschossen wurde. „Seitdem hat sie nur noch gekränkelt und wurde immer dünner.“

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Gleichwohl weiß die Tierschützerin um das Problem mit vielen ungewollten Katzen. Sie appelliert an die Leute, die Tiere kastrieren zu lassen. Bis zu drei Mal im Jahr bekommen Katzen Nachwuchs, so kann es schnell zu einer Katzenschwemme kommen. Der Tierschutzverein unterstützt Personen, deren finanzielle Lage eine Kastration ihrer Katzen nicht zulässt.

Für den verschmusten Kater sucht der Verein einen neuen Besitzer. Interessierte können sich unter Tel. 0 44 88/52 38 13 melden.


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19.11.2009
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