NORDHOLZ, 14. Dezember 2009


Vorhersage im Schichtdienst

METEOROLGIE In Nordholz wird das Wetter nicht nur für die Region „gemacht“


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Wetterberater Werner Rabe (rechts) bei der Beratung mit Korvettenkapitän Ingmar Behrendt. BILD: JAN FREDERIK HOLST  Bild vergrößern

AUF DEM MARINEFLIEGERSTANDORT IN NORDHOLZ ARBEITEN 18 MÄNNER UND FRAUEN IN DER WETTERSTATION. IHRE DATEN TRAGEN ZUR VORHERSAGE DES WELTWETTERS BEI.

VON JAN FREDERIK HOLST

Nordholz - Nordholz, fünf Uhr morgens, es ist dunkel und kalt auf dem Marinefliegerhorst an der Nordsee, doch das Wetter schläft nie. Werner Rabe, Chef der Wetterstation und seine Mitarbeiter starten in den Tag. „Wir fangen hier früh an mit der ersten Auswertung der Wetterkarten am Computer“, sagt der 57jährige Meteorologe.

Nach der ersten Auswertung geht es an die Prognose. Jeden Morgen bekommen die Piloten der Marine eine Übersicht über das Wetter. Wolkenverhältnisse, Regen, Nebel, aber auch Vogelzug finden in diesem sogenannten Briefing Beachtung.

Die Wetterdaten aus Nordholz die im sogenannten Klimagarten erfasst werden, nützen aber nicht nur den Fliegern vor Ort. Die Daten tragen zu einem Gesamtbild des Wetters auf der Welt bei. In Deutschland werden diese Daten durch den Deutschen Wetterdienst in Offenbach gesammelt und von dort an die Weltorganisation der Meteorologie (WMO), eine Organisation der Vereinten Nationen, weitergegeben. Somit trägt auch diese Wetterstation an der Nordsee zu den Wetternachrichten im Fernsehen bei.

Auf dem Marinefliegerstandort in Nordholz arbeiten 18 Männer und Frauen in der Wetterstation. Es wird im Schichtdienst gearbeitet. Arbeitsplätze sind der Computerbildschirm, der Tower, auf dem rund um die Uhr mindestens ein Wetterbeobachter sitzt, und der Klimagarten, der mit seinen Messdaten einen wichtigen Teil zur Wettervorhersage beiträgt. Hier befinden sich höchst empfindliche Messgeräte zur Erfassung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Regen, Windgeschwindigkeit, Sichtweite und der Wolkenhöhe, die mit Laser gemessen wird. Wobei die Sichtweite das Einzige ist, bei dem das menschliche Auge noch genauer als ein Messinstrument ist, erklärt Werner Rabe.

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Das Wetter hat Werner Rabe schon seit Schule interessiert. „Man kann in die Zukunft schauen und die Vorhersagen sind zu über 90 Prozent richtig innerhalb von 24 Stunden. Da ist kein Hellseher besser“, sagt der Leiter der Wetterstation grinsend. Seit 1987 arbeitet er in der Wetterberatung für die Bundeswehr. Die Wetterstation untersteht dem Geoinformationsdienst der Bundeswehr.




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