OLDENBURG, 17. Dezember 2009


Oldenburg: 13-Jähriger krankenhausreif geprügelt

GEWALT Schlägerei wegen Feuerzeugs – Mit Handykamera gefilmt – Beschuldigte Realschüler vorerst suspendiert


DIE AUSEINANDERSETZUNG SPIELTE SICH AN DER ALEXANDERSTRAßE AB. DER SCHULLEITER IST ENTSETZT ÜBER DIE GEWALT.

VON RAINER DEHMER

Oldenburg - Brutale Prügelei auf einem Pausenhof des Schulzentrums Alexanderstraße in Oldenburg: Zwei 13 und 14 Jahre alte Realschüler haben dort am Dienstag gegen 11.30 Uhr einen 13-Jährigen krankenhausreif geschlagen und getreten. Ein anderer Schüler filmte die Schlägerei mit seiner Handykamera.

Das Opfer zog sich Prellungen und Schürfwunden zu, überdies erlitt es eine Gehirnerschütterung. Der Junge liegt noch immer im Krankenhaus.

Nach Ermittlungen der Polizei war es zu der Schlägerei vor dem Kunstraum im sogenannten Musenhof gekommen, weil das spätere Opfer einem Mitschüler das Feuerzeug weggenommen hatte. Daraufhin sollen die unbeteiligten 13- und 14-Jährigen den Feuerzeug-Dieb zur Rede gestellt haben. Die Siebtklässler gerieten in einen Streit, der dann eskalierte. Aus der anfänglichen Rangelei entwickelte sich eine Auseinandersetzung mit Fäusten. Als das Opfer am Boden lag, sei es noch getreten worden.

Umstehende Schüler griffen nach bisherigen Ermittlungen nicht ein. Sie informierten aber einen Lehrer, der in der Nähe die Aufsicht führte. Die Schlägerei im Innenhof war offenbar von keiner Aufsicht bemerkt worden.

„Die Aufsicht kann nicht überall sein. Wir sind entsetzt darüber, wie so etwas passieren konnte. Ich glaube aber, dass man so eine Auseinandersetzung nicht verhindern kann“, sagt Christian Osterndorf. Der Leiter der Realschule Alexanderstraße stand am Mittwoch noch unter dem Eindruck des Geschehens. Die Gesamtkonferenz entscheide nach den Ferien über Konsequenzen für die beschuldigten Schüler. Bis dahin bleiben die beiden Jungen suspendiert.

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Laut Polizei gibt es beim Schulzentrum kein grundsätzliches Gewaltproblem.




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