Politiker zur Funke-Affäre: „Verbandstag getäuscht“
OOWV SPD-Landesvize Lies fordert Rücktritt von allen Ämtern – Ex-Minister entscheidet nach Neujahr
Varel - Ex-Minister Karl-Heinz Funke (SPD) gerät immer mehr unter Druck: SPD-Vizelandeschef Olaf Lies fordert den Rücktritt Funkes „von allen seinen Ämtern“. Andere Politiker wie der Bürgermeister im Wangerland, Harald Hinrichs, werfen dem zurückgetretenen Verbandsvorsteher „Täuschung“ vor. Funke selbst, der sich 2007 seine Silberhochzeit vom Wasserverband OOWV mit 8000 Euro finanzieren ließ, kündigte der NWZ an, sich „am Jahresanfang“ zu entscheiden.
SPD-Chef will Funkes Rücktritt
„Karl-Heinz Funke hatte Narrenfreiheit“
Funke zeigt sich dabei enttäuscht von SPD-Politikern, die seine kommunalen Mandate mit den OOWV-Aufgaben „in einen Topf“ werfen würden. „Ich werde mich mit meiner Familie und meinen Freunden in den nächsten Tagen beraten, und dann eine Entscheidung fällen“, betonte Funke. Bisher habe sich die Staatsanwaltschaft wegen eines Untreuevorwurfs noch nicht bei ihm gemeldet.
Lies verlangt, dass Funke alle Funktionen im OOWV, im Kreistag, im Vareler Stadtrat und bei der EWE abgibt. Diese Ämter ließen sich „nicht voneinander trennen“.
Bürgermeister Hinrichs, Mitglied im OOWV-Verbandstag, kritisiert, dass Funke trotz bereits Anfang Dezember vorhandener Bedenken im OOWV wahrheitswidrig abgewiegelt und den wahren Zweck der 8000-Euro-Ausgabe verschwiegen habe.
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