SPD-Chef will Funkes Rücktritt
AFFÄRE Lies: Ämter lassen sich nicht voneinander trennen – 8000 Euro gestückelt?
VON CHRISTOPH KOOPMEINERS UND GUNARS REICHENBACHS
Varel/Sande - Nun bröckelt in der Silberhochzeits-Affäre auch innerhalb der SPD der Rückhalt für den zurückgetretenen Vorsitzenden des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) Karl-Heinz Funke (SPD) aus Dangast. „Ich bitte Herrn Funke, von allen seinen Ämtern zurückzutreten“, sagte am Montag Frieslands SPD-Vorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender Olaf Lies (Sande). „Seine Ämter beim OOWV, im Kreistag, im Vareler Stadtrat und bei der EWE lassen sich nicht voneinander trennen.“ Es gehe um das Gesamtbild des „Politikers Funke“, und das sei beschädigt.
Das sieht auch Varels stellvertretender Bürgermeister Bernd Köhler so. Der Sozialdemokrat wurde mit fünf weiteren SPD-Mitgliedern Anfang des Jahres aus Funkes SPD-Ratsfraktion ausgeschlossen, „weil wir eigenständig denken und damit unbequem geworden sind“. Die sechs sollen auch noch aus der SPD verbannt werden. Doch Köhler fragt nun, ob es nicht andere Genossen gebe, über die man sich jetzt Gedanken machen müsse. Der SPD-Kreisvorstand trifft sich am Mittwochabend zu einer Sitzung. Dazu hat Olaf Lies auch Karl-Heinz Funke eingeladen.
Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs (parteilos) war am 10. Dezember in der OOWV-Mitgliederversammlung, die in Aurich tagte. „Uns lagen keine Prüfungsberichte des Wasserverbandstages Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt vor“, erklärte er. „Wenn es beim OOWV einen Prüfungsbericht gibt, in dem Mängel in der Buchführung angesprochen werden und der Wasserverbandstag der OOWV-Mitgliederversammlung empfohlen hat, dem Vorstand keine Entlastung zu erteilen, fühle ich mich von Herrn Funke getäuscht.“ Funke habe in seinem Bericht zwar von Anmerkungen des Wasserverbandstages gesprochen, sie aber abgewiegelt.
Funkes Silberhochzeit sei in der OOWV-Versammlung nicht zur Sprache gekommen. Das bestätigt auch CDU-Kreistagspolitiker Herbert Lahl aus Schortens, der ebenso dem Gremium angehört. „In der Versammlung war von keinem Zuschuss für die Silberhochzeit die Rede“, so Lahl. „Dem hätte ich auch nie zugestimmt.“
Unterdessen wird spekuliert, dass in den Büchern des OOWV die 8000 Euro für Funkes Silberhochzeit 2007 in der Kuranlage „Deichhörn“ in Dangast in mehreren Teilbeträgen verbucht und so verschleiert worden sein sollen.
- Zu einer filmreifen Verfolgungsjagd kam es am Dienstagnachmittag im Ortsteil Maadebogen von Wilhelmshaven. Grund war ein vorausgegangener Ladendiebstahl bei einem Verbrauchermarkt in der Sven-Hedin-Straße.mehr
- Werder Bremen hat den Abwehrspieler Assani Lukimya-Mulongoti von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 26-Jährige unterschrieb nach Angaben des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch einen Vertrag bis 2015.mehr
- Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat den Bau einer neuen Küstenschutzmauer auf der ostfriesischen Nordseeinsel Baltrum gestartet.
„Die Sturmfluten der Jahre 2006 und 2007 haben an der alten Bauwerkssubstanz deutliche.mehr
- Ein Vater aus Osnabrück soll seinen vier Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben. Gegen den 34-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage erhoben, wie ein Sprecher mitteilte.
Der Mann soll das Baby Mitte Februar so stark.mehr
- Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr



