BRAKE, 24. Januar 2010


Neue pikante Details zur Amtsführung von Funke

FUNKE-AFFÄRE Ex-Geschäftsführer Blohm kassierte fast 300.000 Euro pro Jahr – Was wusste Vorstand?


BRAKE - Vor der Sonder-Verbandsversammlung des Oldenburg-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) zu den Hintergründen der Affäre um den ehemaligen Vorsteher Karl-Heinz Funke (63) am Montag werden neue pikante Details aus der Amtsführung Funkes bekannt. Danach hat Funke offenbar dem geschassten Geschäftsführer Hans-Peter Blohm (66) das Jahresgehalt eigenmächtig erhöht.

Der Vorstand des OOWV soll beschlossen haben, Blohm 200.000 Euro im Jahr zu zahlen. Tatsächlich soll der ehemalige Geschäftsführer zuletzt knapp 300.000 Euro im Jahr verdient haben. Über die deutliche Gehaltssteigerung hätten aber laut Satzung des OOWV der Vorstand und auch die Verbandsversammlung befinden müssen. Zum Vergleich: Ministerpräsident Christian Wulff hat ein monatliches Amtsgehalt von 12.700 Euro.

Der stellvertretende Verbandsvorsteher Jürgen Focke will am Montag der Verbandsversammlung alle Details und Hintergründe ausführlich auflisten und erklären. Der interne Bericht der Wirtschaftsprüfer liegt der NWZ vor.

Frank Eger, Landrat im Landkreis Oldenburg und einziger Kandidat für die Funke-Nachfolge, sagte, im Fall seiner Wahl zum OOWV-Vorsteher wolle er für eine neue Satzung und eine effektive Arbeitsteilung kämpfen. „Mir geht es darum, den Verband ins 21. Jahrhundert zu führen.“ Die Entschädigung für den Verbandsvorsteher sei mit 30.000 Euro pro Jahr „viel zu hoch“. „Die Hälfte tut’s auch“, so Eger, der auch den Dienstwagen des OOWV-Vorstehers abschaffen will.

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  • Mehr dazu auf NWZonline:
    Ein Spezial zu der Affäre um Karl-Heinz Funke


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