Eis-Winter im Nordwesten
geht auf die Knochen

WETTER Zahl der Unfälle in Niedersachsen dramatisch angestiegen – Operationen am Fließband


BESONDERS HÄUFIG SIND FRAKTUREN DER HANDGELENKE. TEUER WIRD DIE STURZSERIE FÜR DIE KRANKENKASSEN.

Im NOrdwesten - Rutschen, stürzen, Knochenbruch: Das ist in diesen Wochen mit Schnee und Eis die schmerzliche Erfahrung vieler Menschen in Niedersachsen. Einer Umfrage zufolge ist die Zahl der Knochenbrüche in diesem Winter bis auf das Dreifache angestiegen.

Im Oldenburger Klinikum sei die Auslastung seit vier Wochen besonders hoch, sagte Sprecherin Barbara Delvalle. Die Zahl der Knochenbrüche verdreifachte sich: „Statt 20 Brüchen am Tag liegt die Zahl zurzeit bei 60 am Tag. In einer ersten Phase hatten wir die Schlittenfahrer und die älteren Menschen, die glaubten, sie könnten noch Schlitten fahren.“ Jetzt seien alle betroffen, die keinen Halt mehr finden.

Brüche des Handgelenks haben seit der Frostperiode extrem zugenommen, sagte der Chefarzt der Unfallchirurgie der Wesermarsch-Klinik, Achim Hauser, der NWZ. Ältere Menschen erleiden zudem oft Oberschenkelhalsbrüche.

Das Klinikum in Lüneburg registrierte „das schlimmste Wochenende seit Beginn des Schneefalls“, so eine Sprecherin. Die Ärzte hätten zwei Tage lang durchoperiert.

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Allein im Januar mussten bundesweit nach Krankenkassen-Angaben 20 000 gesetzlich Versicherte nach einem Sturz ins Krankenhaus. Für die Kassen schlägt jede stationäre Aufnahme nach einem Eisunfall mit durchschnittlich 4000 Euro zu Buche – bei komplizierten Knochenbrüchen können es schnell 15 000 Euro werden.


FUNKTIONEN
09.02.2010
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Leserkommentare (3)
sorgi
- 09.02.2010 14:02 Uhr
@Jule
Gar nicht mal so unwahr...
Jule1205
- 09.02.2010 13:03 Uhr
Wir haben Winter! Seit langer Zeit den ersten wieder. Da hilft es nichts, anderen die Schuld zu geben, wenn man selbst nicht bereit ist tolerant zu sein. Natürlich ist jeder dazu verpflichtet seinen Gehweg zu räumen aber dann sollte man auch so hilfsbereit sein, beim Nachbarn (über 70jährig) gleich mit zu räumen. Und was ist mit den Mitbürgern, die nicht den Tag zu hause verbringen? Wenn morgens vor Arbeitsbeginn noch geschippt wird und es danach noch schneit... in der Mittagspause schnell nach hause, räumen, streuen und am Nachmittag schneit es wieder... dann wird schon mal was festgetreten, was sich nicht mehr am Abend lösen läßt. Und nach 20 Uhr noch lautstark alles wegklopfen (leise geht es nun mal nicht) da regen sich die Nachbarn auf... Ich habe so langsam das Gefühl, dass sich in hier alle über alles aufregen und nur noch die Schuld bei anderen suchen...SCHADE, der Winter kann so schön sein, wenn alle mehr Rücksicht und Toleranz üben würden!
Es wird doch auch in den Winterurlaub gefahren, da wo noch mehr Schnee liegt als hier. Komisch, da ist alles gut??? Ich glaube, dass gegen dieses Wetter nur ein hilft: Toleranz, Rücksichtnahme, Miteinander und Respekt vor anderen Menschen!

In diesem Sinne noch ein paar schöne Wintertage!
RalfTe
- 09.02.2010 09:38 Uhr
60 Knochenbrüche am Tag, nur im Oldenburger Klinikum, davon 40 auf glatten nicht geräumten Wegen ! Was kostet das den nun wieder der Volkswirtschaft ? Da meint die Kommune und etliche Privatleute, man brauche ja nicht Restlos räumen die "Reste" tauen ja von allein weg.
Das Ende vom Lied (Leid) ist das wir wieder einmal alle die Kosten tragen müssen anstatt sofort mit letztendlich weniger Kosten und Leid sorgfältig den Schnee und das Eis zu bekämpfen. Die Ausrede zählt nicht "wir hatten zu wenig Streusalz" Man kann ja sofort räumen und nicht erst alles festfahren bzw. festtreten lassen ! Ich bin auf die Klagewelle gegen Kommune und Private gespannt. Übrigens hätte man sich auch einige Unterrichtsausfälle in den Schulen ersparen können.
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