IM NORDWESTEN, 9. Februar 2010


Eis-Winter im Nordwesten
geht auf die Knochen

WETTER Zahl der Unfälle in Niedersachsen dramatisch angestiegen – Operationen am Fließband


BESONDERS HÄUFIG SIND FRAKTUREN DER HANDGELENKE. TEUER WIRD DIE STURZSERIE FÜR DIE KRANKENKASSEN.

Im NOrdwesten - Rutschen, stürzen, Knochenbruch: Das ist in diesen Wochen mit Schnee und Eis die schmerzliche Erfahrung vieler Menschen in Niedersachsen. Einer Umfrage zufolge ist die Zahl der Knochenbrüche in diesem Winter bis auf das Dreifache angestiegen.

Im Oldenburger Klinikum sei die Auslastung seit vier Wochen besonders hoch, sagte Sprecherin Barbara Delvalle. Die Zahl der Knochenbrüche verdreifachte sich: „Statt 20 Brüchen am Tag liegt die Zahl zurzeit bei 60 am Tag. In einer ersten Phase hatten wir die Schlittenfahrer und die älteren Menschen, die glaubten, sie könnten noch Schlitten fahren.“ Jetzt seien alle betroffen, die keinen Halt mehr finden.

Brüche des Handgelenks haben seit der Frostperiode extrem zugenommen, sagte der Chefarzt der Unfallchirurgie der Wesermarsch-Klinik, Achim Hauser, der NWZ. Ältere Menschen erleiden zudem oft Oberschenkelhalsbrüche.

Das Klinikum in Lüneburg registrierte „das schlimmste Wochenende seit Beginn des Schneefalls“, so eine Sprecherin. Die Ärzte hätten zwei Tage lang durchoperiert.

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Allein im Januar mussten bundesweit nach Krankenkassen-Angaben 20 000 gesetzlich Versicherte nach einem Sturz ins Krankenhaus. Für die Kassen schlägt jede stationäre Aufnahme nach einem Eisunfall mit durchschnittlich 4000 Euro zu Buche – bei komplizierten Knochenbrüchen können es schnell 15 000 Euro werden.


 



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