SCHWERINDORF/OLDENBURG, 19. Februar 2010


Feuerwehr fürchtet Solardach-Brände

BAUSICHERHEIT Beim Löschen Gefahr durch Stromschläge – Photovoltaik-Experten kritisieren Einsatz im Kreis Leer


Bild

Dieses Haus ließ die Feuerwehr, wie es hieß, kontrolliert abbrennen. Löschen sei zu gefährlich gewesen. BILD: BODO WOLTERS Bild vergrößern

DIE EINSATZLEITUNG SAH EIN ZU HOHES RISIKO. EIN BRANDSCHUTZFACHMANN WIDERSPRICHT.

Von Marco Seng und Hartmut Kern

Schwerindorf/Oldenburg - Bewohner von Solarhäusern leben gefährlich. Brände einer Photovoltaikanlage können offenbar nur schwer gelöscht werden. In Schwerinsdorf (Landkreis Leer) bekämpfte die Feuerwehr am Mittwoch einen Brand mit größter Vorsicht, weil die Einsatzkräfte Angst vor einem Stromschlag hatten. Das Feuer war im Dachgeschoss entstanden und hatte sich rasch ausgebreitet.

Nach Ansicht des Deutschen Feuerwehrverbandes hat die Einsatzleitung völlig richtig reagiert. Auch der Chef des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Hans Graulich, zeigte Verständnis. „Es gibt Fälle, in denen es besser ist, man lässt es kontrolliert abbrennen“, sagte Graulich der NWZ. Für die Bekämpfung von Solarbränden gebe es keine einheitliche Lösung.

Im Innenministerium in Hannover sieht man das anders. Es gebe genaue Anweisungen für den Umgang mit solchen Bränden, sagte der Brandschutzexperte Friedhelm Rosenke der NWZ. Die Feuerwehr müsse nur den richtigen Abstand beim Löschen einhalten. Photovoltaik-Experten in der Region kritisierten den Feuerwehreinsatz scharf und sprachen von einer „Frechheit“.

Wer die Installation einer Photovoltaikanlage anmeldet, erhält bei der Öffentlichen Versicherung Oldenburg auch ohne eine höhere Prämie Versicherungsschutz, erklärt Abteilungsleiter Markus Wolf.

ANZEIGE






WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
Filmreife Verfolgungsjagd auf Dieb in Wilhelmshaven

23.05.2012 - Zu einer filmreifen Verfolgungsjagd kam es am Dienstagnachmittag im Ortsteil Maadebogen von Wilhelmshaven. Grund war ein vorausgegangener Ladendiebstahl bei einem Verbrauchermarkt in der Sven-Hedin-Straße.mehr

Werder Bremen verpflichtet Verteidiger aus Düsseldorf

23.05.2012 - Werder Bremen hat den Abwehrspieler Assani Lukimya-Mulongoti von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 26-Jährige unterschrieb nach Angaben des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch einen Vertrag bis 2015.mehr

Baltrum: Insel erhält neue Küstenschutzmauer

23.05.2012 - Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat den Bau einer neuen Küstenschutzmauer auf der ostfriesischen Nordseeinsel Baltrum gestartet.
„Die Sturmfluten der Jahre 2006 und 2007 haben an der alten Bauwerkssubstanz deutliche.mehr

Osnabrück: Vater soll Sohn zu Tode geschüttelt haben

23.05.2012 - Ein Vater aus Osnabrück soll seinen vier Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben. Gegen den 34-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage erhoben, wie ein Sprecher mitteilte.
Der Mann soll das Baby Mitte Februar so stark.mehr

Kündigung von Chefarzt nach Keimskandal in Bremen unwirksam

23.05.2012 - Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr

Anzeige
Umfrage

Steigt Fortuna Düsseldorf nach den Ausschreitungen beim Relegationsspiel zu Recht in die Fußball-Bundesliga auf?




Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
Marktplatz
Regional
Immobilien
Automarkt
Flohmarkt

Jobs
NWZ-Wetter
27 °C
12 °C
Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
 
RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat