„Häuser auf Rädern“ parken in Rastede
Wohnmobile Bis zu 12 Meter lange Fahrzeuge auf dem Turnierplatz – „Bei uns gerne gesehen“
Mit insgesamt 25 „rollenden Häusern“ war der Europäische Homemobil Club zu Gast in Rastede. BILD: Wolfgang Müller 
von Wolfgang Müller
Rastede - Es war schon die „gehobene Klasse“, die da auf dem Turnierplatz stand: Wohnmobile bis zu einer Länge von 12 Metern – sozusagen Häuser auf Rädern, gesteuert von gut situierten Menschen „im besten Alter“, vorwiegend Geschäftsleute, die sich aus der Firma zurückgezogen haben und nun „die Welt“ aus anderer Perspektive kennenlernen.
Angeschlossen sind sie dem „EMHC“, dem „Europäischen Motorhome Club“, dessen Präsident Rüdiger Zipper aus Schwetzingen ebenfalls Rastede angesteuert hatte, eingeladen von Manfred Janßen aus Rastede. Die Clubmitglieder – etwa 600 aus Deutschland und den Nachbarländern – treffen sich jährlich an verschiedenen Zielen; die jeweiligen Treffen werden von Mitgliedern „vor Ort“ ausgerichtet. Zur Tradition, so Zipper, gehört im Winter die Grünkohlfahrt, „dafür muss dann immer ein Mitglied aus dem Norden herhalten“. Das war jetzt Manfred Janßen, der die Kohlpartie im Schlosspark-Hotel „Hof von Oldenburg“ ausrichtete.
Die Wohnmobilisten mit ihren rollenden Häusern erleben bei ihren Touren und Treffen nicht nur gastronomische Freuden, sondern oft auch ein kulturelles Programm mit Besuchen von Theatern oder Museen. Und sie setzen sich auch für Verbesserungen im Straßenverkehr ein. So ist die Geschwindigkeitsbeschränkung von bisher 80 km/h auf 100 „Sachen“ erhöht worden, freut sich der Präsident, der jetzt noch gegen das Überholverbot kämpft. Die weiteste Anreise hatte übrigens ein Mitglied aus München.
Dass die Wohnmobilisten in Rastede gerne gesehen sind, bestätigte Bürgermeister Dieter Decker. Er hieß die Gäste persönlich willkommen. Der Aufenthalt in Rastede endet an diesem Sonnabend, dann geht es noch nach Wilhelmshaven.
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