Früherkennung rettet Leben
KREBSVORSORGE Zentrum für Mammographie sucht Nähe zu Universität und Offis
Dr. Gerold Hecht (links), Leiter des Referenzzentrums, und Dr. Wolfgang Aubke, Vorsitzender Mammographie-Kooperation, begutachten Untersuchungsaufnahmen. BILD: VON REEKEN 
VON HARTMUT KERN
Oldenburg - Mit dem Referenzzentrum Mammographie Nord hat ein weitere Einrichtung im Technologie- und Gründerzentrum (TGO) in Oldenburg eine neuen Standort gefunden. Die enge Anbindung an die Universität mit der geplanten medizinischen Fakultät und an das Informatikinstitut Offis mit dem Krebsregister Niedersachsen nannte Dr. Gerold Hecht, Leiter des Referenzzentrums, als wichtige Gründe für den Umzug vom bisherigen Standort in Bremen nach Oldenburg.
Hecht hofft, dass mit Unterstützung der ärztlichen Organisationen und der Politik die Teilnahmerate an Mammographie-Untersuchungen in Deutschland auf das Niveau in den Niederlanden steigt. Im Nachbarland liegt die Teilnahmerate bei 82 Prozent, im Bereich der Referenzzentrums bei 53 Prozent.
Bei der Einweihung der neuen Räume am Dienstag appellierte auch Eberhard Gramsch, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, an alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Früherkennung könne die Sterblichkeit an Brustkrebs deutlich senken.
Das Oldenburger Referenzzentrum betreut mit 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein 15 sogenannte Screening-Einheiten für Untersuchungen, davon acht in Niedersachsen. Zu den Aufgaben gehört neben der Qualitätssicherung auch die Weiterentwicklung des Untersuchungsprogramms in medizinischer und datentechnischer Hinsicht.
Die Aus- und Fortbildung von Ärzten und radiologischen Fachkräften wird weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Screeningeinheit in Bremen angeboten.
www.referenzzentrum-nord.de
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