Friesoythe: Chlorgas entweicht im Schwimmbad
Unglück Großaufgebot der Feuerwehr in Friesoythe – Keine Verletzten – Ermittlungen laufen
von Carsten Bickschlag
Friesoythe - Schreckmoment in den frühen Mittagsstunden: Im Friesoyther Schwimmbad entwich am Mittwoch gegen 12 Uhr aus einer Flasche gefährliches Chlorgas. Arbeiter, die zum Unglückszeitpunkt mit Wartungsarbeiten in dem Bad beschäftigt waren, wurden durch Warnsignale der Sicherungerungsanlage aufgeschreckt. Sie alarmierten sofort den Notruf. Der Gefahrguttrupp der Freiwilligen Feuerwehren aus Friesoythe war schnell vor Ort. Die Feuerwehrleute betraten mit Chemikalienschutzanzügen den Technikraum der Freizeiteinrichtung, konnten das Leck schließen und verhinderten so ein weiteres austreten des stark ätzenden Gases. Unterstützung bekamen die Friesoyther von den Gefahrgutzügen aus Cloppenburg und Emstek sowie vom ABC-Dienst Saterland. Insgesamt waren 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Alle Kameraden, die mit einem speziellen Schutzanzug das Friesoyther Schwimmbad betreten hatten, mussten nach ihrem Einsatz eine Dekontaminierung über sich ergehen lassen.
Als der automatische Gasmelder Alarm schlug, befanden sich keine Schwimmer im Bad. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Wie es zu dem Vorfall kam, ist bislang noch nicht geklärt. Ermittler der Polizei haben noch am Mittwochnachmittag die Arbeit aufgenommen. Es wird vermutet, dass es sich um einen technischen Defekt an der Gasflasche gehandelt hat.
Nach rund vier Stunden konnten die Einsatzkräfte die Ausrüstungen wieder einräumen und abrücken. Um 16 Uhr wurde der Badebetrieb wieder aufgenommen.
Bilder vom Chlorgas-Unfall
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