Großer Spaß beim Brückenbau
WETTBEWERB Rasteder Kinder präsentieren Forschungen bei „Schüler experimentieren“
Die jungen Forscher (von links) Mattis Kleemann, Johnny Benjes und Keno Heinen von der Kooperativen Gesamtschule Rasted erklären der der sechsjährigen Ronja fachkundig ihre Brückenmodelle. BILD: TORSTEN VON REEKEN 
VON HARTMUT KERN
Oldenburg - Schon als kleines Kind hatte den heute 13-jährigen Johnny Benjes auf dem Weg in die Oldenburger Innenstadt das Hochfahren und Absenken der Cäcilienbrücke fasziniert und interessiert zugleich. „Mein Opa, der Techniklehrer war, konnte mir schon damals viel erklären“, erinnert sich Johnny.
Jetzt beteiligte er sich mit seinen gleichaltrigen Mitschülern Mattis Kleemann und Keno Heinen von der Kooperativen Gesamtschule KGS) in Rastede am Landeswettbewerb „Schüler experimentiert“. Zusammen mit anderen Jugendlichen aus ganz Niedersachsen präsentierten sie ihre Arbeit am Donnerstag im Zentrum für Aus- und Weiterbildung der EWE in Oldenburg.
Die drei jungen Forscher von der KGS wählten das Thema „Bewegliche Brücken“, bauten in rund einjähriger Arbeit Miniatur-Modelle, prüften Stabilität, berechneten Gegengewichte und entwickelten verschiedenen Steuerungen. „Und Opa hat ein wenig geholfen“, verrät Johnny.
Als Vorbilder für die Brückenmodelle wählten die Schüler die Kaiser-Wilhelm-Drehbrücke in Wilhelmshaven, die Hubbrücke über die Hunte in Elsfleth, die Balkenklappbrücke in Cuxhaven und eine Klapprollbrücke über den Suezkanal.
Die Themen anderer Forschungsarbeiten aus dem Oldenburger Land reichten von Untersuchungen von Torfmoosarten (Ole Riegel und Fokko Ahlers, Gymnasium Westerstede), Experimenten mit Gasen, die in der Luft enthalten sind (Anton Herrschel und Marcel Mittmann, Helene-Lange-Schule Oldenburg) und einen Tornadosimulator im Ofenrohr (Lin Hgoc Nguyen, Käthe-Kollwitz-Gymnasium Wilhelmshaven) bis hin zu Rechentricks der Inder (Simone Krah, Gymnasium Cäcilienschule, Oldenburg).
Dr. Jörg Hermsmeier, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei der EWE und Schirmherr des Landeswettbewerbs, lobte das große Engagement der Schülerinnen und Schüler. An diesem Freitag wird eine Jury die Arbeiten bewerten, bevor am Sonnabend im Kleinen Haus des Staatstheaters die Sieger ausgezeichnet werden.
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