20. März 2010


Große Gefahren auf dem Weg zum Laichplatz

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VON HARTMUT KERN

Frage: Herr Wohlers, Frösche und Kröten sind wieder verstärkt auf Wanderschaft. Der Weg zu den Laichgebieten ist bestimmt nicht ungefährlich?

Wohlers: Auf vielen Straßen leben die kleinen Amphibien durchaus in Lebensgefahr. Nicht nur, dass sie überfahren werden, auch durch den plötzlichen und starken Druckunterschied unter einem schnellfahrenden Auto können sie zu Tode kommen. Als ungefährlich gelten Geschwindigkeiten unter 30 Stundenkilometern.

Frage: Was wird zu ihrem Schutz getan?

Wohlers: Viele ehrenamtliche Helfer des Naturschutzbundes werden wieder an bekannten Wanderstrecken Zäune aufbauen und die Kröten in Eimern über die Straße tragen. Autofahrer sollten auf Straßensperrungen und Schilder achten, die auf Amphibienwanderungen und den Einsatz von Tierschützern hinweisen.

Frage: Da gibt es doch auch noch die kleinen Molche . . .

Wohlers: . . . die gern zu den Kröten und Fröschen in den Eimer schlüpfen. So sind sie Profiteure der helfenden Hände für die Kröten. Für Molche ist der Paarungsdruck nach dem langen Winter besonders hoch. Ihre Winterquartiere, wie Gärten, Hecken, Kiesgruben und Wälder, liegen bis zu 500 Metern von den Laichgewässern entfernt, wo die Molche jetzt auf Paarungssuche gehen. Nach einer Paarung werden bis zu 300 Eier an Pflanzen geheftet, aus den nach drei bis vier Wochen Larven schlüpfen Nach acht bis zwölf Wochen suchen sich die Molche dann artenreiche Wiesen und Felder.

Thema: Amphibien auf Wanderschaft

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Rüdiger Wohlers, Geschäftsführer

des Naturschutzbundes Oldenburg




 



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