Landeskriminalamt schließt Rockerkrieg nicht aus
Oldenburg/Hannover - Das Landeskriminalamt Niedersachsen hält eine
Eskalation zwischen rivalisierenden Rockerclubs auch in Niedersachsen
grundsätzlich für möglich. Bei der generellen Gewaltbereitschaft der
Gruppen und der derzeitigen bundesweiten Entwicklung sei dies nicht
auszuschließen, sagte Frank Federau vom LKA in Hannover.
In Schleswig-Holstein
herrscht zurzeit ein regelrechter Rockerkrieg zwischen den „Hells
Angels“ und den „Bandidos“. In Niedersachsen sind rund 300 Mitglieder
bekannt, die dem engeren Kreis der Rockergruppierungen zuzuordnen
sind. Diese sind als gefährlich und äußerst gewaltbereit eingestuft.
Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei in Oldenburg 50 Rocker des Motorradclubs Gremium Cloppenburg am Waffenplatz aufgehalten, durchsucht und dann per Platzverweis wieder nach Hause geschickt. Die Rocker waren teilweise vermummt. Die Polizei interpretiert den Auftritt als „Provokation gegenüber den anderen Clubs in Bezug auf Gebietsansprüche“. Die Rocker hätten sich allerdings „ruhig und kooperativ“ verhalten.
„Die oberste Regel dieser Gruppen lautet Solidarität, Einer für
alle und Alle für Einen“, betonte Federau. Der Konflikt in
Schleswig-Holstein könne Niedersachsen durchaus erreichen, weil die
einzelnen Banden untereinander eng vernetzt sind.
Ein Biker-Spezial
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