Gehupt: Radfahrer verprügelt 36-Jährige in Oldenburg
Polizei 20-Jähriger schlägt auch Helfer
Oldenburg - Schlimmer Ausraster eines 20-jährigen Radfahrers: Der Gymnasiast hat am Dienstagnachmittag in Oldenburg eine 36-jährige Autofahrerin vor den Augen ihrer Kinder zusammengeschlagen. Ein Zeuge, der zu Hilfe eilte, wurde von dem jungen Deutschen ebenfalls mit Faustschlägen traktiert.
Der Vorfall spielte sich nach Polizeiangaben gegen 15.30 Uhr in der Kranbergstraße ab. Die 36-Jährige fuhr mit ihrem Auto Richtung Donnerschweer Straße. Im Auto saßen noch die Eltern (72 und 75 Jahre alt) sowie die vier und knapp zwei Jahre alten Kinder der Autofahrerin. Geplant war ein Familienausflug nach Bad Zwischenahn.
Die Frau musste langsam fahren, da die Fahrbahn von zwei nebeneinander fahrenden Radfahrern blockiert wurde. Einer der Radfahrer transportierte einen Bierkasten auf dem Gepäckträger. Weil die Männer keinen Platz machten, hupte die Autofahrerin. Daraufhin sei der 20-Jährige vom Rad gestiegen und habe eine leere Bierflasche gegen die Windschutzscheibe des Autos geschleudert. Anschließend habe er gegen die Fahrertür geschlagen.
Die Fahrerin stieg aus, um den aggressiven Radler zur Rede zu stellen. Dieser soll sofort zugeschlagen haben. Mit den Fäusten traf er sein Opfer im Gesicht. Ein Passant, der die Szene beobachtet hatte, wollte der Frau helfen. Daraufhin wurde der Zeuge vom 20-Jährigen geschlagen und getreten.
Laut Polizei flüchtete der Beschuldigte anschließend. Er sei kurze Zeit später bei der Kleingartenanlage an der Graf-Spee-Straße gefasst worden. Der Polizei war der 20-Jährige bislang nicht bekannt. In der Vernehmung gab er an, er habe sich durch die Autohupe provoziert gefühlt.
Melden bei der Polizei (Tel. 790-41 15) soll sich der Zeuge, der der Autofahrerin zu Hilfe geeilt war.
Woher kommt nur diese Diskrepanz zwischen gefühlter und tatsächlicher Kriminalität? Da gehen seit Jahrzenten die Straftaten zurück, aber jeder fühlt sich gefährdeter.
Da werden seit Jahrzenten die verhängten Strafen (und Strafandrohungen) immer höher und auch Freiheitsstrafen werden immer früher verhängt und trotzdem hat man das Gefühl die Justiz würde immer lascher werden.
Wer hat ein Interesse daran das so ein Eindruck entsteht, der mit der Wirklichkeit nicht das geringste zu tun hat?
Ähnliche Diskrepanzen beobachte ich im Straßenverkehr, die Zahl der Toten und Verletzen war noch nie so niedrig und doch meint jeder der Straßenverkehr wäre heute viel gefährlicher als früher; warum nur?
Dieser Meinung kann ich mich nur absolut anschließen.
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Woher kommt nur diese Diskrepanz zwischen gefühlter und tatsächlicher Kriminalität?
Beobachtet habe ich es bei mir selbst. Früher als Fußgänger kein problem bei rot rüber. Heute muß ich mich in Acht nehmen. ( mehr Strassenverkehr ? ). Taschenmesser mit sich führen früher normal. Heute wird man als möglicher Messerstecher eingestuft. Jugendlichen früher Respekt abverlangen. Da gab es was an den Hals. Heutzutage ist Anfassen eines Jugendlichen verboten. Wenn ich Heute nur mit der Faust drohe bin ich schon ein gewaltbereiter Opa. Es hat sich was verändert.