Fregatten werden abgezogen – und teilweise ersetzt
Bundeswehr Wilhelmshaven soll auch weiterhin der größte Marinestandort Deutschlands bleiben
Wilhelmshaven - Die Zahl der großen Kriegsschiffe in Wilhelmshaven wird zwar sinken – nicht aber die Bedeutung der Stadt als größter deutscher Marinestandort. Darauf verwies am Freitag der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Kossendey (Edewecht), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium.
Danach will die Marine versuchen, einen möglichen Abzug der acht alten Fregatten der Klasse 122 zeitlich mit dem Zulauf der drei neuen 125-er Fregatten zu synchronisieren. Auf diese Weise, so Kossendey gegenüber dieser Zeitung, werde der Personalabbau in Wilhelmshaven nicht so stark ausfallen wie vor Ort befürchtet.
Die neuen Fregatten hätten im übrigen zwei Mannschaften. Während die eine Besatzung mit dem Schiff auf See sei, werde die andere jeweils im Stützpunkt ausgebildet. Dazu seien erhebliche Investitionen in die notwendige Infrastruktur des Hafens vorgesehen.
Bei den acht 122-er Fregatten der Bremen-Klasse handelt es sich um die sogenannten „Arbeitspferde“ der deutschen Marine, die aufgrund ihres Alters ohnehin zur Ausmusterung in den kommenden Jahren anstünden. Sie sind durchweg über 20 Jahre alt und wurden in den Jahren 1982 bis 1990 in Dienst gestellt.
Laut Kossendey sollen auch weitere Investitionen den Marinestützpunkt Wilhelmshaven stärken. So sei eine umfassende Sanierung und Modernisierung der gesamten Kaianlagen vorgesehen – und zur medizinischen Versorgung werde ein komplettes Fachsanitätszentrum neu gebaut.
Kossendey unterstrich, dass die noch nicht beschlossenen Reduzierungen im Falle der Umsetzung so erfolgen sollen, dass die Einsatzfähigkeit der Marine möglichst hoch bleibe.
Noch nicht planungsreif, aber schon auf dem Wunschzettel der Marine sind fünf Schiffe der Klasse K 131. Sie sollen die Nachfolger der Korvetten K 130 der Braunschweig-Klasse, darunter die „Oldenburg“, werden. Auch weil sie größer als die bisherigen Korvetten seien, sind Marinekreise davon überzeugt, dass sie ausschließlich in Wilhelmshaven stationiert werden könnten.
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