Pflege-Konzerne erholen sich
Altenheime Bei Hansa-Gruppe und der Diakonie herrscht wieder Zuversicht
Oldenburger Land - Die Zeit der monatelangen Unsicherheit ist vorerst vorbei für die 1600 Beschäftigten der Oldenburger Pflegeheimgruppe „Hansa“. Nach der geplanten Übernahme durch die Immac Holding AG, die im schleswig-holsteinischen Rendsburg firmiert, würden vorerst keine Arbeitsplätze abgebaut, bestätigen die Insolvenzverwalter Edgar Grönda und Detlef Stürmann von Schultze und Braun in Bremen.
Lediglich in den Hansa-Heimen in Bremerhaven werden 25 Stellen gestrichen. Hansa betreibt im Nordwesten und in Nordrhein-Westfalen insgesamt 18 Einrichtungen der Grund- und Regelversorgung sowie betreue Wohnanlagen nebst zwei Pflegeschulen in Oldenburg und Bremerhaven. Die Hansa-Gruppe musste im März 2010 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen, nachdem die Gruppe hohe Verluste erwirtschaftet hatte und zahlungsunfähig war.
Vorstandschef der Immac, die von Hamburg aus geführt wird, ist der 54-jährige Thomas F. Roth. Immac betreibt Senioreneinrichtungen im In- und Ausland und ist zudem auch nach eigener Aussage führende Fondsgesellschaft und Investment-Spezialist für soziale Investitionen in Deutschland.
Die drei in finanzielle Schieflage geratenen Altenpflegeheime der Diakonie in Oldenburg und Delmenhorst haben inzwischen ihren wirtschaftlichen Neustart erfolgreich absolviert.
Für das Büsingstift und das Seniorenzentrum Haarentor in Oldenburg sowie das Stephanusstift in Delmenhorst waren nach einem Insolvenzverfahren zum 1. Juli neue Betriebsgesellschaften gegründet worden. Um den Fortbestand der Einrichtungen zu sichern, hatten die Mitarbeiter der Betriebe auf Teile ihres Gehalts verzichtet.
Für die Bewohner der Heime hat sich im täglichen Ablauf nichts verändert. Die neu aufgestellten Häuser gehören weiterhin dem Qualitätsverbund der Diakonie an. Erste Überprüfungen der neuen Betriebsgesellschaften durch den Medizinischen Dienst ergaben nach Mitteilung des Diakonischen Werks Oldenburg sehr gute Benotungen.
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