9. September 2010


Berufsschüler häufig in Unfälle verwickelt

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von Sebastian Schult

FRAGE: Herr May, welche Erfahrungen hat der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg mit jungen Autofahrern im Straßenverkehr gemacht?
MAY: Erfahrungsgemäß sind es in erster Linie Fahranfänger, die unerfahren und leichtsinnig sind und sich im Auto nicht anschnallen. Aber gerade die Berufsschüler bilden bei uns eine besondere Gruppe. Auf dem versicherten Weg zur Berufsschule und zurück verursachen sie viele Unfälle. Zwar geschehen in dieser Gruppe nicht die meisten Unfälle, aber oft sehr schwerwiegende. Jedes Jahr verursachen Berufsschüler, die bei uns versichert sind, drei bis fünf sehr schwere Verkehrsunfälle. Ein Berufsschullehrer hat mir mal erzählt, dass im Schnitt jedes Jahr einer seiner Schüler bei einem Verkehrsunfall – privat wie auf dem Schulweg – ums Leben kommt.

FRAGE: Der Verband veranstaltet dieses Jahr erneut ein Präventionsprojekt für Berufsschüler. Was tun Sie dort konkret?
MAY: Wir schreiben dieses Jahr einen Präventionspreis gezielt für Berufsschüler aus. Sie sollen Ideen zum Thema Sicherheitsgurt entwickeln. Der Sicherheitsgurt feierte soeben sein 50-jähriges Bestehen, da bietet sich das Thema an. Wie die Berufsschüler diese Thematik in konkrete Projekte umsetzen, ist ihnen überlassen. Was zählt, ist die kreative Idee.

FRAGE: Was versprechen Sie sich denn von dem Projekt?
MAY: Die Berufsschüler sollen darüber nachdenken, was im Straßenverkehr passieren kann. Es soll aufgezeigt werden, dass ein minimaler Aufwand – nämlich das Angurten – eine maximale Wirkung erzielen kann. Durch den Sicherheitsgurt kann womöglich der tödliche Ausgang eines Unfalls verhindert werden. Es gibt also kein effektiveres Rückhaltesystem im Straßenverkehr.



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