Region erhöht Druck auf Bahn
Jade-Weser-Port Protest gegen Verzögerung des Streckenausbaus
Schortens - Politiker von SPD und CDU haben am Donnerstag in Schortens (Kreis Friesland) bei einem Infoabend den Druck auf Bund und Bahn zum geforderten Ausbau der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven erhöht. „Ich erwarte jetzt ein klares Bekenntnis der Bahn für das Zukunftsprojekt Jade-Weser-Port“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer. Sie habe den Eindruck, dass der Hafen nicht ernst genommen werde. „Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Sportboothafen, sondern um eines der größten Infrastrukturprojekte Europas“, so die Politikerin.
Die Podiumsdiskussion war Auftakt eines dreiteiligen Aktionsplanes für die seit langem geforderte Hinterlandanbindung des Tiefwasserhafens. Die Aktionen sind ein Protest „gegen die ständige Verzögerung des dringend notwendigen Ausbaus der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven“, betonen Karin-Evers Meyer und die Landtagsabgeordneten Olaf Lies (SPD) und Dr. Uwe Biester (CDU). „Während der Jade-Weser-Port 2012 in Betrieb gehen soll, ist vor 2012 nicht einmal mit einem Baubeginn für die Bahnumfahrung Sande zu rechnen – von einer Zweigleisigkeit ganz zu schweigen.“
Nach dem aktuellen Zeitplan der Bahn, den Frank Heuermann und Ulrich Beyer von der DB Projektbau vorstellten, soll der zweigleisige Ausbau der Strecke bis Ende 2012 fertiggestellt sein. Allerdings sei die Finanzierung noch offen. „Uns fehlen die Mittel“, räumte Heuermann ein. Die Fertigstellung der Bahnumfahrung Sande hat die Bahn auf 2015 terminiert – aus Sicht der Bürger vor Ort viel zu spät.
Unter dem Motto „Mit Bahn und Hafen in die Zukunft – jetzt investieren“, wird die Protestaktion am Sonnabend, 6. November, fortgesetzt. Um „fünf vor Zwölf“ beginnt dann eine „Dafür“-Kundgebung am Bahnübergang des Bahnhofs Sande.
NWZ-Spezial: Informationen, Bilder und Videos zum Jade-Weser-Port, dem Jadeport, Jadebay und dem JadeWeserPark.
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