Schlag den Raab: Ria Sabay aus Apen war chancenlos
Apen/Köln - „Ich schlag den Raab.“ Mit dieser mutigen Ansage hatte sich Ria Sabay aus Apen (Landkreis Ammerland) dem Fernsehpublikum von Pro 7 am Sonnabend vorgestellt. Ihren Worten ließ die 25-Jährige, die in Münster Medizin studiert, jedoch zu wenig Taten folgen, wie sie selbstkritisch einräumen musste.
„Ich konnte leider nicht das abrufen, was ich eigentlich zeigen wollte“, geht die ehemalige Profi-Tennisspielerin, immerhin einst auf Rang 330 der Weltrangliste, im Gespräch mit unserer Redaktion hart mit sich ins Gericht. „Man muss es ganz klar sagen: Ich bin einfach nie ins Spiel gekommen.“
Ria Sabay war ehemalige Profi-Tennisspielerin
Dabei hatte alles so gut angefangen für die Ammerländerin. Die Zuschauer wählten sie zu Beginn der Sendung per Telefon-Abstimmung zur Gegnerin von Entertainer Stefan Raab. Und das mit deutlichem Vorsprung vor ihren vier männlichen Mitbewerbern.
Ihren Anteil daran hatten auch die Bekannten aus der alten Heimat. So startete der TV Apen, der Verein, bei dem Ria Sabay das Tennisspielen erlernt hat, spontan einen Aufruf im eigenen Internet-Forum. Die Mitglieder griffen daraufhin eifrig zum Hörer – und bescherten der früheren Mitspielerin ihre große Chance auf das Preisgeld in Höhe von einer halben Million Euro.
Dass dieses für sie aber nie wirklich in greifbare Nähe rücken sollte, dafür hat Ria Sabay vor allem eine Erklärung: „Am Fernseher sehen die Spiele viel einfacher aus, als sie in Wirklichkeit sind. Den Faktor Nervosität sollte man nicht unterschätzen. Ich habe viel zu viel von mir verlangt und bin hektisch geworden. Das war mein großer Fehler.“
0 Punkte: Sabay geht in die Analen der Sendung ein
Das Ergebnis hätte am Ende nicht klarer ausfallen können. Keine einzige der elf Disziplinen vom Axt-Werfen über Fußball-Toto bis hin zum Wett-Rasenmähen konnte sie für sich entscheiden. Und so war schon vorzeitig Schluss für sie, als Tausendsassa Raab nicht mehr einzuholen war. Um 0.23 Uhr am frühen Sonntagmorgen war er geplatzt, Ria Sabays Traum vom großen Geld, mit dem sie eine Weltreise unternehmen und irgendwann eine Arztpraxis aufmachen wollte.
„Immerhin gehe ich jetzt als erste Kandidatin in die Analen der Sendung ein, die komplett punktlos geblieben ist“, sagt Ria Sabay und zeigt, dass sie ihren Humor trotz der bitteren Pleite nicht verloren hat. Dennoch: Der Stachel sitzt tief, wie die ehrgeizige Sportlerin zugibt. „Ich habe mir nichts anmerken lassen, aber gefrustet bin ich innerlich natürlich schon.“
Nach der Sendung richteten die mitgereisten Freunde und Familienmitglieder aus Apen die geknickte Raab-Herausforderin wieder auf. Zu einer tröstenden Erkenntnis kam sie aber selbst: „Es war eben nur ein Spiel.“
Noch einmal tritt Sabay dem Mann gegenüber, der ihr die schmerzhafte Niederlage zugefügt hat. An diesem Montag ist sie Gast bei Raabs Show „TV Total“ ab 23.10 Uhr.
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