Brand bei Bundeswehr: Ein Bild der Verwüstung
Bundeswehrgelände wird nun bewacht – Experten werten Spuren aus
Blick von oben: Die Flammen zerstörten einen Teil des Gebäudes und zwei Lastwagen. Bild: Rainer Dehmer 
von Rainer Dehmer
Oldenburg - Die Brandursache bleibt weiter unklar: Am Tag nach dem Großfeuer auf dem Gelände des Verpflegungsamtes der Bundeswehr konnten die Ermittler noch nicht sagen, ob ein Anschlag verübt worden war. „Wir ermitteln weiterhin in alle Richtungen“, sagte Polizeisprecher Markus Scharf am Donnerstagabend. Eine Brandstiftung mit politischem Hintergrund könne nicht ausgeschlossen worden. Auch ein technischer Defekt gelte als Möglichkeit.
Der Betriebsablauf beim Verpflegungsamt sei durch den Vorfall nicht beeinträchtigt, so Amtsleiterin Uta Sinteck. Als Konsequenz werde das eingezäunte Gelände am Gasweg/Ecke Kampstraße jetzt aber bewacht.
Durch den Brand in der Nacht zu Mittwoch war die mit Lebensmitteln (vor allem Konservendosen mit Bockwürsten und Obst) gefüllte Lagerhalle nahezu komplett zerstört worden. Der dabei entstandene Schaden wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt.
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Nach bisherigen Ermittlungen brannte zuerst ein vor der Halle abgestellter Lastwagen. Dieser und der etwa zehn Meter entfernt stehende Laster waren mit Lebensmitteln (u.a. Zucker, Mehl und Cornflakes) beladen, die am Mittwoch zur Truppenküche nach Hamburg gebracht werden sollten.
Eine zehnköpfige Ermittlungsgruppe unter Federführung des Staatsschutzes ist mit der Aufklärung des Falles befasst. Unterstützt wird die Gruppe von einem Experten des Landeskriminalamtes und einem Gutachter.
Am Donnerstag suchten die Spezialisten im Brandschutt nach Spuren von Brandbeschleunigern. Dazu wurde auch einer der ausgebrannten Lastwagen von einem großen Abschleppfahrzeug hochgehoben. Ferner überprüften die Beamten Kühlgeräte und Leitungen der Laster.
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