GRABSTEDE, 30. April 2011


Gottesdienst am Altar aus Klinkersteinen

Kooperation Wehde-Gemeinden laden in die Grabsteder Ziegelei ein – Moderne Technik wird präsentiert


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Zu einem besonderen Gottesdienst laden Ernst Buchow, Susanne Schymanitz, Franz Wimmer und Michael Trippner (von links) am Sonntag ein. BILD: Kai Hippen  Bild vergrößern

Anlass ist der Arbeitsfeiertag „1. Mai“. Die Ziegelei besteht am Markt, darauf sind die Geschäftsführer stolz.

von Kai Hippen

Grabstede - Der Arbeitsfeiertag „1. Mai“ fällt auf einen Sonntag – was liegt da näher, als beides zu verbinden. Die beiden Pfarrer Susanne Schymanitz und Michael Trippner jedenfalls hatten die Idee, und die beiden Geschäftsführer der Klinkerziegelei Grabstede Uhlhorn GmbH & Co. KG, Franz Wimmer und Ernst Buchow, zeigten sich spontan sehr kooperativ. Unter dem Motto „Sechs Tage sollst du arbeiten . . .“ wird am Sonntag um 10 Uhr zu einem ganz besonderen Gottesdienst der Kirchengemeinden der Friesischen Wehde in eine der Produktionshallen der Ziegelei in Grabstede eingeladen.


Besichtigung im Anschluss
Extra dafür wird ein Altar aus Klinkersteinen in der Grabsteder Ziegelei errichtet, Konfirmanden schleppen Bänke herbei, der Posaunenchor Zetel wird den Gottesdienst begleiten, dessen Predigt die Pfarrerin Brigitte Gläser, Leiterin der Akademie der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, halten wird. Im Anschluss an den Gottesdienst kann die Ziegelei besichtigt werden.

Das taten schon mal vorab Susanne Schymanitz und Michael Trippner, denn sie werden im Gottesdienst Ernst Buchow zu einem Interview bitten. So informierten sich die Pfarrer über neueste Produktionstechniken, denn gerade erst ist ein Roboter installiert worden. Die ständige Investitionsbereitschaft ist nach Aussage von Franz Wimmer auch einer der Gründe für das wirtschaftliche Überleben der Ziegelei der Grabstede: „Die Technik hat sich gewaltig entwickelt, ständig steigen die Anforderungen an unsere Produkte aufgrund europäischer Normen. Heute nimmt bei uns keiner mehr einen Klinker in die Hand, es sei denn zur Kontrolle. Alles läuft automatisch, der Ofen ist sieben Tage in der Woche rund um die Uhr in Betrieb.“ Bis zu 400 000 Steine sind ständig im Umlauf, da ist Wimmer zufolge eine langfristige Rohstoffsicherheit erforderlich, mit einer Qualität, wie sie der Bockhorner Lehm bietet und die man auch am berühmten Endprodukt, eben dem Bockhorner Klinker, sehen kann.


Grundstock ist gelegt
Die Pfarrer wollten auch wissen: „Wie sieht die Zukunft der Ziegelei in Grabstede aus?“ Ernst Buchow, gerade erst zum neuen Geschäftsführer bestellt (dieNWZ  berichtete): „Wir gucken nach vorne. Als letzter produzierender Betrieb des einstigen Verbundes in der Wehde bestehen wir in einer Marktnische, und darauf sind wir stolz. Der Markt ist stark von Überkapazitäten geprägt. Der wirtschaftliche Grundstock mit einem sehr modernen Werk ist gelegt. Wir werden hart arbeiten und uns behaupten – dafür treten wir an.“

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