ZETEL, 3. Juni 2011


Grüne befürworten längeres gemeinsames Lernen

Kommunalwahlen Kandidaten benannt – Für Integrierte Gesamtschule in Zetel – Aktiver Part gewünscht


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Wilhelm Wilken, Jürgen Konrad, Bernd Janssen und Stefan Martens kandidieren für den Zeteler Rat. BILD: Hans Begerow  Bild vergrößern

von Hans Begerow

Zetel - Vier Kandidaten treten für die Grünen in Zetel zur Kommunalwahl an. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kreismitgliederversammlung wollen Ratsmitglied Wilhelm Wilken (52) sowie Bernd Janssen (54), Jürgen Konrad (57) und Stefan Martens (34) für die Grünen antreten.

Die Kandidatur der vier Zeteler ist verbunden mit Wilkens Hoffnung, in der nächsten Ratsperiode für die Grünen nicht allein dem Rat anzugehören, sondern mindestens Fraktionsstärke (zwei Mandate oder mehr) zu erreichen. „Wir sind optimistisch , einen aktiven Part zu spielen und mitzugestalten“, sagte Wilken.

Die Zeteler Grünen böten verschiedene Charaktere mit verschiedenen beruflichen Hintergründen an. Während Wilken als Sozialarbeiter arbeitet, ist Janssen Finanzbeamter, Konrad Diplom-Ingenieur, Martens Tischler und Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. Wilhelm Wilken will auch für den Kreistag kandidieren.

Ein Programm haben die Grünen auch für Zetel vorgelegt. Sie kritisieren, dass die Gemeinde über Fördervereine Mini-Jobber in den kommunalen Kindergärten anstellt (für das Frühstück und Mittagessen). Diese Beschäftigten sollten künftig bei der Gemeinde angestellt sein.

Die Grünen lehnen auch die kürzlich beschlossene Erhöhung der Kindergartenbeiträge als nicht sozial ab. Stattdessen sollten bei der Gebührenordnung hohe Einkommen stärker belastet werden. Die Jugendsozialarbeit solle intensiviert werden. Auch die Jugendlichen in Neuenburg und in den Außenbereichen sollten von einer Art „Jugendzentrum auf Tour“ profitieren. Es solle ein weiterer Jugendsozialarbeiter eingestellt werden. Eine weitere Forderung gilt der Barrierefreiheit. Die solle gelten für alle gemeindeeigenen Gebäude – und zwar durch den Haupteingang, wie Wilken fordert. Eine neue Begegnungsstätte auf Gemeindekosten lehnen die Grünen dagegen ab. „Wir wollen Begegnungen ermöglichen, aber die gegebenen Möglichkeiten dafür nutzen“, so Wilken. Auch fordern die Grünen weitere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung, Ausweichverkehre in der Hasenweide, Danziger Straße oder im Ostpreußenweg seien zu vermeiden. Zum Thema Schule: Die Grünen befürworten längeres gemeinsames Lernen. Einer Integrierten Gesamtschule in Zetel ständen die Grünen positiv gegenüber. „Das soll auf lange Sicht in diese Richtung gehen.“ Bei einer möglichen Aufgabe des Schulstandorts in Bohlenberge sei darauf zu achten, dass die Entwicklung des Standorts Zetel kindgerecht geschehe.

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