OLDENBURG, 9. Juni 2011


Marschwegstadion in Oldenburg wird saniert

Laufbahn wird erneuert – Bauvorbereitende Arbeiten – Vollautomatische Beregnungsanlage


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Schweres Gerät: Ein Bagger legt die provisorische Schotter-Baustraße vor dem Marschweg-Stadion an. BILD: Thomas Husmann  Bild vergrößern

1,17 Millionen Euro kostet die Sanierung. Auch die Entwässerungsanlage wird erneuert.

von Thomas Husmann

Oldenburg - Im Marschwegstadion selbst herrscht zwar noch relative Ruhe. Lediglich eine neue Lautsprecheranlage wird in dieser Woche unter dem Tribünendach montiert, doch auf dem Vorplatz des Stadions und der Zufahrt zu den Nebenplätzen regieren bereits die Baumaschinen. Die Sanierung der maroden Laufbahn steht unmittelbar bevor.

Zwei Mitarbeiter des Bauunternehmens Strabag-Sportstättenbau aus Dortmund sind in diesen Tagen damit beschäftigt, den schweren Arbeitsgeräten den Weg ins Stadion zu ebnen. Und dafür werden zum Schutz der Pflasterung 400 Kubikmeter Schotter über eine zuvor ausgelegte Fliesbahn verteilt. Zehn Euro kostet der Kubikmeter.



Die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen erst am Dienstag nach Pfingsten. Dann wird die rissige und wellige Laufbahn von Baggern entfernt. Darunter werden die Arbeiter auf Asphalt und Hochofenschlacke stoßen – Material, das ausgekoffert und abtransportiert werden muss. Und was die Arbeiter darunter erwartet, ist relativ ungewiss. Das Marschwegstadion steht auf einer ehemaligen Mülldeponie.

Sind diese Arbeiten abgeschlossen, werden der Untergrund und die Laufbahn neu aufgebaut. Dazu gehört auch ein neues Entwässerungssystem, für das unter den Nebenplätzen ein 600 Kubikmeter Wasser fassendes Auffangbecken gebaut wird, damit das von der Laufbahn und dem Tribünendach ablaufende Regenwasser nicht ungebremst in die benachbarte Hausbäke fließt und durch den Schlossgarten Richtung Innenstadt schießt.

Dass die Arbeiten an der Entwässerungsanlage schon jetzt parallel zur Laufbahnsanierung beginnen können, ist dem Entgegenkommen des VfB Oldenburg zu verdanken. Der Verein verzichtete darauf, seine beiden letzten Heimspiele der Saison (gegen TSV Ottersberg und Teutonia Uelzen) im Marschwegstadion auszutragen.

Gespielt wird im Sportpark Dornstede. Die neue Laufbahn soll den Leichtathleten Ende September zur Verfügung stehen. Die Kosten belaufen sich auf 1,17 Millionen Euro.

Und auch für den Platzwart des Marschwegstadions brechen bessere Zeiten an: Der Hauptplatz bekommt eine vollautomatische Beregnungsanlage. Zukünftig muss Klaus Steenemann nicht mehr mitten in der Nacht aufstehen, um das Wasser nach der Beregnung abzustellen.

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