DELMENHORST, 11. Juni 2011


Großbrand in Delmenhorst: 25 Wohnungen völlig zerstört

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Ein Feuerwehrmann sucht nach dem Großbrand in Delmenhorst Glutnester. Bild: dpa Bild vergrößern

Delmenhorst - In Delmenhorst sind in der Nacht von Freitag auf Sonnabend an der Bremer Straße mehrere Mehrfamilienhäuser in Brand geraten.

Das Feuer sei vermutlich an zwei Müllcontainer-Stationen ausgebrochen, die zwischen den Häusern liegen, sagte eine Polizeisprecherin. Da die Häuser sowie die Müllstationen miteinander verbunden seien, griffen die Flammen rasch auf die umliegenden fünf Mehrfamilienhäuser über.



Entgegen erster Meldungen musste während des Einsatzes glücklicherweise nur eine Person, die eine Fraktur erlitten hatte, zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem wurden nach ersten Erkenntnissen vier Personen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vor Ort behandelt. Ein Kind wurde leicht verletzt. Darüber hinaus wurden ein paar Kleinkinder zur Betreuung und zwecks warmer Unterkunft mit einem Bus in die Kinderklinik gebracht.

Anwohner hatten gegen 1.30 Uhr Flammen vor einem gegenüberliegenden Mehrfamilienhaus festgestellt. Bei Eintreffen von Polizei und Feuerwehr war das Feuer schon auf die Mauern des Hauses und auch auf angrenzende Gebäude ausgeweitet.

Betroffen waren insgesamt 50 Wohnungen in den Häusern. Davon sind mindestens 25 Wohnungen derart beschädigt worden, dass sie zur Zeit nicht mehr bewohnbar sind. Vorsorglich brachten die Einsatzkräfte 209 Bewohner in Sicherheit. Sie wurden in rasch aufgebauten Zelten von Hilfskräften versorgt. Es waren rund 170 Feuerwehrleute, auch aus dem benachbarten Bremen, im Einsatz.

Die (Nach)Löscharbeiten dauerten bis in den Vormittag an. Als Brandursache könne eine vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, da das Feuer an zwei Stellen gleichzeitig ausgebrochen war, sagte die Polizeisprecherin. Das genaue Schadensausmaß ist noch nicht genau zu beziffern, dürfte nach ersten Schätzungen aber mehrere 100.000 Euro betragen.

Die Wohngebäude wurden von der Polizei gesichert und beschlagnahmt. Nach Beendigung der Löscharbeiten werden die Brandermittler der Polizei den Brandort untersuchen, um die Brandursache klären zu können. „Die Untersuchungen zur Brandursache können sich noch hinziehen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Notfallhotline für Betroffene:

Die Hausbewohner kamen zum größten Teil bei Angehörigen unter. Vertreter der Stadt Delmenhorst organisierten für ca. 20-30 Personen Hotelzimmer in den umliegenden Hotels.
Für die betroffenen Bewohner oder deren Angehörige, die Hilfe benötigen oder sich über den weiteren Verlauf erkundigen möchten, wurde seitens des DRK ab 7 Uhr eine Notfallhotline eingerichtet: Tel.: 04221/12300-40 oder -41.

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