BüPPEL, 20. Juni 2011


Platz-Notstand: Büppeler Fußballer ratlos

Sportvereine TuS kann Kunstrasenanlage am Föhrenweg nicht realisieren – Stadt verspricht Hilfe


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Fußballplatz gesperrt: Der Sportplatz in Neuenwege an der Hoheluchter Straße mit der Flutlichtanlage, der von den Fußballern des TuS Büppel genutzt wird. BILD: Jan zur Brügge  Bild vergrößern

Der Zustand der Fußballplätze des TuS Büppel ist seit langem desolat. Nun klappt es auch nicht mit der Kunstrasenanlage.

von Hans Begerow

Büppel - Ratlosigkeit bei den Fußballern des Büppel. Keiner kann sich dort so recht vorstellen, wie der Spielbetrieb in der neuen Saison vonstatten gehen kann, weil der Zustand der zwei am häufigsten genutzten Fußballplätze – schlicht gesprochen – enorm schlecht ist. Jetzt scheint es auch keine Möglichkeit mehr zu geben, einen Kunstrasenplatz in Büppel anzulegen. Der Verwaltungsausschuss hat jedenfalls Bedenken, dass das Vorhaben wegen des Lärmschutzes nicht realisiert werden kann. Das bestätigte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner.

Zur Erinnerung: Drei Sportplätze nutzen die Fußballer der TuS Büppel: Den Platz am Föhrenweg, die Sportanlage in Neuenwege und teilweise auch das Waldstadion (Frauen des TuS Büppel). Die beiden Plätze in Büppel und Neuenwege sind in keinem guten Zustand. Deshalb hatte der TuS Büppel im Herbst 2010 die Anlage eines Kunstrasenplatzes in Büppel beantragt (die NWZ  berichtete). Er will sich selbst finanziell stark engagieren, um das Ziel zu erreichen. Nun steht erst einmal ein großes Fragezeichen hinter der Kunstrasenanlage.


Keine Ausweitung
Die schalltechnischen Werte ließen eine Ausweitung des Spielbetriebs auf einer Kunstrasenanlage in Büppel am Föhrenweg nicht zu, sagte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses, auf der die Kunstrasenanlage diskutiert wurde.

Eine Investition in einen Kunstrasen, der nicht zu 100 Prozent genutzt werden kann, werde die Stadt jedenfalls nicht mittragen, sagte Wagner. Der Verwaltungsausschuss schlägt nun vor, ein Gesamtkonzept mit den Rasensport treibenden Vereine zu realisieren. Miteinbezogen müssten die dem Kreis gehörenden Sportanlagen (Plaggenkrugstraße in Obenstrohe und Arngaster Straße am Schulzentrum). Es sei aber klar, dass dem TuS Büppel geholfen werden muss, machte Wagner klar und bekräftigte die Haltung aus der jüngsten Sitzung des Sportausschusses. Wahrscheinlich werde man möglichst rasch einen bespielbaren Naturrasen (mit Rollrasen) schaffen, sagte Wagner. Wegen der veränderten Lage werde das Thema Kunstrasen nun auch von der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag genommen.


Spielbetrieb eingeschränkt
Eingeschränkter Spielbetrieb ist für die TuS-Fußballer keine Alternative, sagte ein spürbar enttäuschter Torsten Ahlers, Sportplatzbeauftragter des TuS Büppel, der das Projekt Kunstrasenanlage vorangetrieben hatte. „Wir müssen jetzt den Platz flicken und spielbereit machen, so dass wir spielen können“, sagte Ahlers. Dass es nun aus der Kunstrasenanlage nichts wird, dass der Spiel- und Trainingsbetrieb eingeschränkt sei, „ist eine schwierige Situation“ für die Fußballer, die sich darauf verlassen hatten, dass ihnen geholfen wird. Ahlers sprach von Enttäuschung und Ratlosigkeit: „Für den Ortsteil ist das eine schlechte Sache“. Ein Kunstrasenplatz an der Arngaster Straße wäre eine Lösung, so Ahlers.

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