Doch noch Chancen für Wilhelmshavener Baudenkmal
FRAGE: Frau Nickel, am Wochenende haben sich zahlreiche Bauexperten auf einem Symposium in Wilhelmshaven mit der Zukunft des ehemaligen Marinekraftwerks „Südzentrale“ beschäftigt. Dem Baudenkmal droht ja der Abriss. Gibt es inzwischen wieder neue Hoffnung?
NICKEL: Die Hoffnung habe ich bis heute nie aufgegeben. Ich glaube durchaus, dass es noch eine Rettung für dieses wertvolle Gebäude gibt. Auf dem Symposium im Wilhelmshavener Marinemuseum wurde von regionalen Fachleuten und von deutschlandweit anerkannten Denkmalpflegern eindrucksvoll dargelegt, dass es sich wirklich lohnt, sich für den Erhalt dieses Bauwerks einzusetzen, das ja nicht zu Unrecht als Architektur-Tempel des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird. Das Symposium hat es zudem ermöglicht, wieder Kontakt mit den Eigentümern aufzunehmen und Gespräche hinsichtlich des Erhaltes der Südzentrale zu führen.
FRAGE: Wie geht es weiter?
NICKEL: Auf dem Symposium wurde nicht nur eine Resolution zum Erhalt der „Südzentrale“ verabschiedet, sondern zahlreiche Teilnehmer haben beschlossen, einen eingetragenen Verein zur Rettung des Baudenkmals zu gründen. Eine erste Versammlung dazu gibt es bereits an diesem Mittwoch.
FRAGE: Was wird die Aufgabe des Vereins sein?
NICKEL: Zielsetzung des Vereins sollte sein, mit allen Verantwortlichen den Erhalt der Südzentrale ins Visier zu nehmen und neue Konzepte und Möglichkeiten zu entwickeln. So dass für alle Seiten das bestmögliche Ergebnis erzielt wird. Der Verein soll helfen, vermitteln und unterstützen, um eine Lösung für den Erhalt des Gebäudes zu realisieren.
FRAGE: Wer wird dem Verein angehören?
NICKEL: Der Verein soll von tatkräftigen, engagierten Mitstreitern getragen werden. Ich bin froh, dass neben Bauexperten und engagierten Bürgern auch Vertreter aus der Wirtschaft, der Politik und Juristen dabei sind.
Corinna Nickel arbeitet als Denkmalpflegerin in einem Hamburger Architekturbüro. Die 35-jährige Bauforscherin stammt aus Wilhelmshaven und setzt sich seit Beginn ihres Studiums für den Erhalt der „Südzentrale“ ein
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