Tim Borowski beschwört den Teamgeist
von Thomas Schulz
Norderney - Für Cimo Röcker und Levent Aycicek ist der Traum vom WM-Titel vorbei. Die beiden Werder-Talente verloren in der Nacht zu Freitag mit der deutschen U17-Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Gastgeber Mexiko durch einen Gegentreffer in der 90. Minute mit 2:3.
Sie dürfen aber an diesem Sonntag (22 Uhr, Eurosport) im riesigen Aztekenstadion gegen Brasilien immerhin noch um Bronze kämpfen. „Schade, dass die beiden so kurz vor dem Ziel gestoppt worden sind. Aber sie sind der Beweis, dass Werder wieder auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzen kann“, sagt Tim Borowski, der 1996 ebenfalls in der Werder-Jugend begann.
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Mittlerweile ist er ein gestandener Bundesliga-Profi – und zudem seit kurzem stolzer Besitzer eines Rennpferdes. „Für mich geht beim Bremer Renntag in der Vahr am Sonntag „Black Arrow“ (schwarzer Pfeil) an den Start und ich hoffe, dass er nicht zum „Black Error“ (schwarzer Irrtum) wird“, sagte Borowski. Dieser will nach einer unbefriedigenden Spielzeit in der neuen Saison selbst wieder nach vorn galoppieren: „Ich möchte der Mannschaft die Unterstützung geben, die sie von mir erwarten kann.“
Borowski ist mit seinen 31 Jahren nach Mikael Silvestre und Claudio Pizarro der drittälteste Werder-Spieler. Als Frings-Nachfolger sieht er sich aber nicht. „Als Typ wird Torsten ganz sicher eine Lücke hinterlassen, aber wie sich die Hierarchie bei uns bildet, wird sich zeigen. Die Verantwortung verteilt sich inzwischen in fast allen Vereinen auf mehrere Schultern und das ist auch gut so. Die Alpha-Tiere jedenfalls sterben immer mehr aus“, sagt Borowski.
Umso wichtiger ist für ihn, dass in der Vorbereitung ein Kollektiv entsteht. „Das ist die Basis für eine gute Saison und das haben wir im abgelaufenen Spieljahr zu spät kapiert. Dadurch muss der Verein nun umdenken und sparen“, meint Borowski: „Indem wir Leistung zeigen und Ergebnisse abliefern, können wir die Situation von Werder wieder positiv verändern“ – ein Stück weit geht der Neubrandenburger also doch vorweg.
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