Thomas Schaaf fordert Verstärkungen
Werder-Trainer setzt Geschäftsführer Klaus Allofs unter Druck
Klare Geste: Werder-Trainer Thomas Schaaf (rechts) fordert von Club-Boss Klaus Allofs (links) Verstärkungen. BILD: DDP 
von Thomas Schulz
Bremen - Fußball-Bundesligist Werder Bremen ist weiter auf der Suche nach Verstärkungen. Die Verpflichtung von Abwehr-Ass Andreas Wolf ist noch nicht das Ende der Transfer-Bemühungen für die Defensive der Hanseaten. Nur: Fix ist noch nichts. Geschäftsführer Klaus Allofs ist weiter auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für die Plätze vor Torhüter Tim Wiese.
Der hat indes am Wochenende erstmals öffentlich angedeutet, den Verein möglicherweise zu verlassen. Der Vertrag von Deutschlands Nummer 2 läuft im Sommer 2012 aus – dann wäre Wiese ablösefrei. Die einzige Möglichkeit für Werder, noch Geld mit dem 2005 aus Kaiserslautern an die Weser gewechselten Torhüter zu machen, wäre, ihn noch in dieser Transferperiode zu verkaufen.
Wiese am Wochenende vielsagend: „Es ist sehr traurig, dass Werder das Geld fehlt, um mit mir zu verlängern.“ Die Verhandlungen liegen auf Eis. Werder fehlt ohne den internationalen Wettbewerb das große Geld, um Topverdiener wie Wiese zu halten. Englische Zeitungen berichten außerdem vom Interesse Arsenal Londons an Innenverteidiger Per Mertesacker, dessen Vertrag ebenfalls 2012 ausläuft und für dessen Verbleib auch kein Geld vorhanden zu sein scheint.
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Dennoch setzt nun auch Trainer Thomas Schaaf Club-Chef Allofs unter Druck: „Ich halte durchaus große Stücke auf unseren Nachwuchs, aber es wäre fahrlässig, nur mit so jungen Spielern wie Leon Balogun oder Clemens Schoppenhauer in die Saison zu gehen. Das können wir natürlich machen, aber dann müssen wir unsere Ziele auch anders definieren“, sagte Schaaf.
Für einen geeigneten Kandidaten hält Allofs weiter Sokratis Papastathopoulos (23) vom AC Mailand, doch der Transfer des Innenverteidigers zieht sich bereits über Wochen hin. Zusätzlich stockt auch der eigentlich schon als perfekt gemeldete Transfer des defensiven Mittelfeldspielers Aleksandar Ignjovski (20) vom OFK Belgrad.
„Priorität hat im Moment ganz klar das Königreich für einen Innenverteidiger, danach können wir weiter sehen“, sagte Klaus Allofs. Und meinte wohl einen tiefen Blick in den Geldbeutel.
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