HANNOVER, 19. Juli 2011


Private Daten im Internet nicht preisgeben

Internet Hannoveraner Firma klärt Kunden über richtigen Schutz auf – Wichtige Tipps


Bild

Reflexion ist gefragt: Was gebe ich online von mir preis? BILD: dpa  Bild vergrößern

von Falko Orzessek

Hannover - „Viele Menschen sind beinahe rund um die Uhr online und hinterlassen dabei Datenspuren. Die technischen Entwicklungen geben uns eine Freiheit, deren Missbrauch wir durch einen klaren rechtlichen Rahmen verhindern müssen“, sagte Bundesverbraucherministerin Aigner anlässlich des „Safer Internet Day“ am 8. Februar 2011.

Daten werden häufig auf Wegen gewonnen, die dem Verbraucher verborgen bleiben, daher gewinnt das von Aigner angesprochene Thema immer mehr an Bedeutung. Viele Nutzer von Internetangeboten tun Bedenken ab mit dem Argument, sie hätten nichts zu verbergen. Bestenfalls erstelle ein Unternehmen mit den Daten nur ein Verbraucherprofil, um Werbung gezielter anzubringen und den Kunden zu manipulieren. Es geht aber auch soweit, dass z.B. in Gratis-Mail-Diensten Mails nach Stichwörtern durchsucht werden, um personalisierte Werbung anzuzeigen oder diese zuzusenden.

Im schlimmsten Fall können die eigenen Konto-Daten eingesehen werden. Die meisten Verbraucher sind sich der Problematik nicht bewusst und wissen nicht, wie man sich davor schützen kann. Die Hannoveraner Firma „Praemandatum“ setzt sich mit diesem Thema auseinander und berät Privatpersonen, Schulen und Firmen, die mit vertraulichen Kundendaten umgehen müssen. Praemandatum wurde im März 2008 von dem Informatiker Peter Leppelt gegründet, später stieg der Kommunikationsdesigner Wulf Bolte ein. „Schon lange haben uns Fragen des Datenschutzes beschäftigt und uns hat vor allem das Ungleichgewicht zwischen Privatpersonen, die ihre Daten für nichts und wieder nichts abgeben und den Unternehmen wie Payback, die Milliardenumsätze damit machen, gestört. Dem wollten wir etwas entgegensetzen“, so Wulf Bolte.

Wenn man sich an die Firma wendet, wird einem ein Seminar angeboten, in dem versucht wird, den Kunden zu vermitteln, wie ihre Daten gesammelt werden. So sollen sie die Kompetenz erlangen, ihr Verhalten im Internet und auch im Alltag steuern zu können. „Wir vermitteln also primär Wissen – das auch ohne uns besteht, nur dass sich niemand die Arbeit macht, es aufzubereiten und es zu verstehen“, meint der Kommunikationsdesigner. Auf die Frage, wie er in drei Sätzen erklären würde, wie man seine Daten schützt, weist Wulf Bolte darauf hin, dass dies nicht möglich sei.

Trotzdem gibt er Tipps, die man beachten sollte. Man solle zum Beispiel nichts im Internet veröffentlichen, wenn es nicht jederzeit von jedem eingesehen werden soll. Jegliche Dienste und Produkte, gerade wenn sie nichts kosten, sollten hinterfragt werden. Es liegt also an jedem selbst, wie transparent er sein möchte. Es gilt: wer sich unsichtbar macht, ist nicht gläsern.

ANZEIGE






WEITERE ARTIKEL AUS DIESEM RESSORT
Filmreife Verfolgungsjagd auf Dieb in Wilhelmshaven

23.05.2012 - Zu einer filmreifen Verfolgungsjagd kam es am Dienstagnachmittag im Ortsteil Maadebogen von Wilhelmshaven. Grund war ein vorausgegangener Ladendiebstahl bei einem Verbrauchermarkt in der Sven-Hedin-Straße.mehr

Werder Bremen verpflichtet Verteidiger aus Düsseldorf

23.05.2012 - Werder Bremen hat den Abwehrspieler Assani Lukimya-Mulongoti von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 26-Jährige unterschrieb nach Angaben des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch einen Vertrag bis 2015.mehr

Baltrum: Insel erhält neue Küstenschutzmauer

23.05.2012 - Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat den Bau einer neuen Küstenschutzmauer auf der ostfriesischen Nordseeinsel Baltrum gestartet.
„Die Sturmfluten der Jahre 2006 und 2007 haben an der alten Bauwerkssubstanz deutliche.mehr

Osnabrück: Vater soll Sohn zu Tode geschüttelt haben

23.05.2012 - Ein Vater aus Osnabrück soll seinen vier Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben. Gegen den 34-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage erhoben, wie ein Sprecher mitteilte.
Der Mann soll das Baby Mitte Februar so stark.mehr

Kündigung von Chefarzt nach Keimskandal in Bremen unwirksam

23.05.2012 - Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr

Anzeige
Umfrage

Steigt Fortuna Düsseldorf nach den Ausschreitungen beim Relegationsspiel zu Recht in die Fußball-Bundesliga auf?




Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Textfeld! Captcha
Marktplatz
Regional
Immobilien
Automarkt
Flohmarkt

Jobs
NWZ-Wetter
27 °C
12 °C
Details/Prognose Wetterwarnung Regenradar
 
RSS-Dienste RSS-Dienste | RSS-Dienste Webcams | Mobil | Kontakt | Impressum | Login
AktuellesAus der RegionKundenserviceMarktplatzRat und Tat