Private Daten im Internet nicht preisgeben
Internet Hannoveraner Firma klärt Kunden über richtigen Schutz auf – Wichtige Tipps
Hannover - „Viele Menschen sind beinahe rund um die Uhr online und hinterlassen dabei Datenspuren. Die technischen Entwicklungen geben uns eine Freiheit, deren Missbrauch wir durch einen klaren rechtlichen Rahmen verhindern müssen“, sagte Bundesverbraucherministerin Aigner anlässlich des „Safer Internet Day“ am 8. Februar 2011.
Daten werden häufig auf Wegen gewonnen, die dem Verbraucher verborgen bleiben, daher gewinnt das von Aigner angesprochene Thema immer mehr an Bedeutung. Viele Nutzer von Internetangeboten tun Bedenken ab mit dem Argument, sie hätten nichts zu verbergen. Bestenfalls erstelle ein Unternehmen mit den Daten nur ein Verbraucherprofil, um Werbung gezielter anzubringen und den Kunden zu manipulieren. Es geht aber auch soweit, dass z.B. in Gratis-Mail-Diensten Mails nach Stichwörtern durchsucht werden, um personalisierte Werbung anzuzeigen oder diese zuzusenden.
Im schlimmsten Fall können die eigenen Konto-Daten eingesehen werden. Die meisten Verbraucher sind sich der Problematik nicht bewusst und wissen nicht, wie man sich davor schützen kann. Die Hannoveraner Firma „Praemandatum“ setzt sich mit diesem Thema auseinander und berät Privatpersonen, Schulen und Firmen, die mit vertraulichen Kundendaten umgehen müssen. Praemandatum wurde im März 2008 von dem Informatiker Peter Leppelt gegründet, später stieg der Kommunikationsdesigner Wulf Bolte ein. „Schon lange haben uns Fragen des Datenschutzes beschäftigt und uns hat vor allem das Ungleichgewicht zwischen Privatpersonen, die ihre Daten für nichts und wieder nichts abgeben und den Unternehmen wie Payback, die Milliardenumsätze damit machen, gestört. Dem wollten wir etwas entgegensetzen“, so Wulf Bolte.
Wenn man sich an die Firma wendet, wird einem ein Seminar angeboten, in dem versucht wird, den Kunden zu vermitteln, wie ihre Daten gesammelt werden. So sollen sie die Kompetenz erlangen, ihr Verhalten im Internet und auch im Alltag steuern zu können. „Wir vermitteln also primär Wissen – das auch ohne uns besteht, nur dass sich niemand die Arbeit macht, es aufzubereiten und es zu verstehen“, meint der Kommunikationsdesigner. Auf die Frage, wie er in drei Sätzen erklären würde, wie man seine Daten schützt, weist Wulf Bolte darauf hin, dass dies nicht möglich sei.
Trotzdem gibt er Tipps, die man beachten sollte. Man solle zum Beispiel nichts im Internet veröffentlichen, wenn es nicht jederzeit von jedem eingesehen werden soll. Jegliche Dienste und Produkte, gerade wenn sie nichts kosten, sollten hinterfragt werden. Es liegt also an jedem selbst, wie transparent er sein möchte. Es gilt: wer sich unsichtbar macht, ist nicht gläsern.
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