Reeder fühlen sich allein gelassen
Maritime Wirtschaft Auf Kongress in Elsfleth mehr Unterstützung in der Piratenfrage gefordert
Diskutierten beim Maritimen Mittelstandskongress in Elsfleth (von links): Hans-Joachim Otto, David McAllister, Stefan Bülow und Torsten Staffeldt BILD: Torsten von Reeken 
von Jürgen Westerhoff
Elsfleth - Das waren klare Worte in Richtung Bundesregierung. Die deutschen Reeder fühlen sich angesichts der Piratenüberfälle auf zivile Handelsschiffe am Horn von Afrika allein gelassen. Auf dem maritimen Mittelstandskongress der FDP-Bundestagsfraktion in Elsfleth wurde deutlich formuliert: „Wir hängen im luftleeren Raum und brauchen dringend Unterstützung.“ Schließlich könne eine der Haupthandelsstrecken der Welt nicht mehr sicher befahren werden.
Verständnis für die Nöte der Schifffahrt äußerte Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Berliner Wirtschaftsministerium und Koordinator der Bundesregierung für maritime Fragen. Otto kündigte an, dass es noch im Herbst entsprechende Beschlüsse der Bundesregierung geben werde. Geplant seien neue Rahmenbedingungen für den Einsatz bewaffneter ziviler Sicherheitskräfte auf Frachtschiffen.
Eine weitere maritime Hausaufgabe bekam die Bundesregierung von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister aufgetragen. „Wir brauchen vom Bund einen umfassenden Masterplan für das große Zukunftsthema Offshore-Energiegewinnung.“
Die Offshore-Energie habe eine Schlüsselfunktion bei der anstehenden Energiewende. Dazu gehöre aber auch, so McAllister, eine ordentliche Regelung in Sachen Stromtrassen: „Eine vollständige Erdverkabelung ist einfach nicht bezahlbar. Wer das fordert, boykottiert die gesamte Energiewende.“
Im Zusammenhang mit dem Wilhelmshavener Jade-Weser-Port verwies McAllister darauf, dass bei der nötigen Bahnanbindung die wichtigen Fragen der Elektrifizierung und des Lärmschutzes noch nicht geregelt seien: „Da dürfen wir nicht locker lassen.“
Vorwürfe, dass Niedersachsen die von Hamburg angestrebte Elbvertiefung verzögere, wies der Ministerpräsident zurück. Das Land könne sich erst äußern, wenn es die Planungsunterlagen erhalte, die derzeit noch bei der EU in Brüssel seien.
Organisiert hatte den Kongress der Bremer Bundestagsabgeordnete Torsten Staffeldt, Berichterstatter der FDP-Fraktion für Schifffahrt und Häfen.
Zukunftsfragen der maritimen Wirtschaftspolitik standen im Mittelpunkt eines Kongresses, zu dem die FDP-Bundestagsfraktion in den Fachbereich Schifffahrt der Jade-Hochschule nach Elsfleth eingeladen hatte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen eine Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) und mehrere Diskussionsrunden. Das Impulsreferat hielt zuvor Hans-Joachim Otto (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und maritimer Koordinator der Bundesregierung.
- Zu einer filmreifen Verfolgungsjagd kam es am Dienstagnachmittag im Ortsteil Maadebogen von Wilhelmshaven. Grund war ein vorausgegangener Ladendiebstahl bei einem Verbrauchermarkt in der Sven-Hedin-Straße.mehr
- Werder Bremen hat den Abwehrspieler Assani Lukimya-Mulongoti von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 26-Jährige unterschrieb nach Angaben des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch einen Vertrag bis 2015.mehr
- Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hat den Bau einer neuen Küstenschutzmauer auf der ostfriesischen Nordseeinsel Baltrum gestartet.
„Die Sturmfluten der Jahre 2006 und 2007 haben an der alten Bauwerkssubstanz deutliche.mehr
- Ein Vater aus Osnabrück soll seinen vier Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben. Gegen den 34-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage erhoben, wie ein Sprecher mitteilte.
Der Mann soll das Baby Mitte Februar so stark.mehr
- Die Entlassung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr ist nicht rechtens. Das Arbeitsgericht erklärte am Mittwoch die Kündigung von Hans-Iko Huppertz für unwirksam.mehr


