Goldmedaillen bleiben im Landkreis
Faustball U-18-Mädchen des Ahlhorner SV gewinnen in Wardenburg die Deutsche Meisterschaft
Streckten sich erfolgreich nach dem Titel: Abwehrspielerin Jacqueline Zaddach und der Ahlhorner SV gewannen das DM-Endspiel gegen den TSV Essel mit 2:1 Sätzen. BILD: Lars Pingel 
von Lars Pingel
Wardenburg - Diese Vorgabe kann ja nur zum Erfolg führen. „Die Devise war, dass wir gegen niemanden zweimal verlieren wollten“, erzählte Edda Meiners am Sonntag. Die Trainerin der U-18-Faustballerinnen des Ahlhorner SV war mit ihrem Team gerade Deutscher Meister geworden. Es hatte das Finale des zweitägigen Turniers auf den Plätzen am Everkamp in Wardenburg gegen den TSV Essel mit 2:1 (11:13, 11:9, 11:6) gewonnen. Damit verteidigte der ASV den Titel.
Niederlage in Vorrunde
In diesem Spiel setzten die ASV-Spielerinnen ihre Vorgabe zum zweiten Mal um. In der Vorrunde musste sich der Ahlhorner SV dem TSV-Team mit 1:2 (6:11, 11:9, 11:13) geschlagen geben. Anschließend waren beide Teams gegen den TV Öschelbronn, den VfL Kellinghusen und den TV Segnitz erfolgreich. Essel qualifizierte sich damit als Gruppensieger direkt für das Halbfinale, der ASV musste als Zweiter in die Qualifikationsrunde.
Dort trafen die Ahlhornerinnen am Sonntagmorgen auf das Team des Turnier-Ausrichters, den Wardenburger TV. „Gegen den hatten wir bei der Bezirksmeisterschaft verloren“, erzählte Meiners. Sie konnte ihre Spielerinnen also zum ersten Mal an die Turnier-Devise erinnern. Gegen das sehr junge WTV-Team hatte der spätere Meister allerdings große Mühe. Die Ahlhornerinnen verloren den ersten Satz mit 9:11, gewannen den zweiten mit 11:7. Im entscheidenden Durchgang lag der ASV schnell mit 2:5 zurück. Während der WTV plötzlich nervös wurde, spielten die Ahlhornerinnen ruhig weiter. Ihnen gelangen acht Punkte in Folge. Den ersten Matchball wehrten die Wardenburgerinnen noch ab, einen Ballwechsel später stand der ASV aber doch im Halbfinale. „Dort hätte aber genauso gut der WTV dabei sein können“, zollte Meiners dem Landkreis-Nachbarn Respekt. Der WTV wurde schließlich Sechster.
Klarer Halbfinalsieg
Der ASV hatte im Halbfinale weniger Probleme. Ein 11:7, 11:1-Erfolg über den TV Voerde, Gruppensieger in der anderen Vorrundengruppe, brachte ihn ins Endspiel. Dort ging es wieder gegen Essel. Der TSV hatte im Halbfinale gegen Kellinghusen gewonnen (11:7, 11:8).
Das Finale war Werbung für den Faustball. Beide Teams spielten auf hohem Niveau. Jeder Punkt war umkämpft, es gab kaum Fehler. „Das ist eine gute Mannschaft, die nie aufgibt“, lobte Meiners den TSV. Das zeigte er in allen drei Sätzen. Zunächst machte er aus einem 8:10 noch ein 13:11, dann kam er von 4:10 wieder auf 9:10 heran. Nach dem Punkt zum 11:9 und dem Satzausgleich steigerte sich der ASV noch ein wenig. Er zog im entscheidenden Durchgang schnell auf 6:2 davon und brachte diesen Vorsprung ins Ziel.
Wünschmichelbach stark
Im Finale der Jungen standen sich der TV Wünschmichelbach, Vizemeister 2010, und der TV Vaihingen/Enz gegenüber. Vaihingen hatte im Halbfinale den Wardenburger TV (11:4, 14:12) bezwungen, Wünschmichelbach den SV Armstorf (11:7, 12:10). Das Endspiel bot zunächst sehr guten Faustball. Vor allem Dank der starken Leistungen seiner Schlagmänner Dennis Gruber und Tim Pfeifer ging der erste Satz mit 11:4 an den TVW. Beim 1:1 im nächsten Durchgang wurde der Regen, der zu Beginn der Partie eingesetzt hatte, dann so stark, dass das Spiel beim Stand von 1:1 unterbrochen werden musste. „Das war Wasserball“, sagte Gruber über die Fortsetzung, in der er sich mit seinen Mannschaftskameraden ein 11:7 und damit den Titel sicherte. „Unser Ziel war eine Medaille“, sagte der 17-Jährige, der zum besten Angreifer des Turniers gewählt wurde. „Dass wir die Goldene gewonnen haben, ist uns natürlich sehr recht.“
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