29. September 2011


Wissenschaftspreis eine hohe Anerkennung unserer Arbeit


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von Norbert Wahn

FRAGE: Herr Kollmeier, Sie sind am Mittwochabend als „Herausragender Wissenschaftler an Universitäten“ geehrt worden, haben somit den Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen erhalten. Nicht Ihre erste Auszeichnung, aber welche Bedeutung hat dieser Preis für Sie?
KOLLMEIER: Er ist eine sehr hohe und sehr erfreuliche Anerkennung der Arbeit von meinen Kollegen und mir in Oldenburg rund um das Thema „Hören“. Sicherlich auch eine Anerkennung unserer Aufbauleistung von verschiedenen Institutionen auf diesem Gebiet und der Kooperation mit Hannover.

FRAGE: Welchen Wert haben solche Auszeichnungen für Wissenschaftler?
KOLLMEIER: Das ist immer ein Höhepunkt, auch ein Lohn für besondere Mühen und entgangene Feierabende und Wochenenden, der Ansporn für weitere Arbeiten. Leidtragend darunter ist meine Familie. Dann ist das schon sehr schön, eine Bestätigung, einen Preis für die Arbeit zu bekommen. Es wird dann für alle schon sichtbar, dass man etwas Besonderes auf die Beine gestellt hat.

FRAGE: Sind Sie bei Ihrer Arbeit eigentlich mehr Physiker oder Mediziner?
KOLLMEIER: Das ist immer schwierig: Da schlagen zwei Herzen in einer Brust. In meinem Hauptberuf bin ich ein ganz normaler Physik-Professor, von daher eigentlich mehr der Physiker. Aber seit meinem Studium – und ich habe beides studiert – hatte ich schon den Eindruck: Die Mediziner haben die interessanteren Fragestellungen, und die Physiker die besseren Methoden. Die Kombination aus beidem macht für mich den Reiz aus.

FRAGE: Sie streben aber schon nach einem neuen Erfolg.
KOLLMEIER: Ja, wir versuchen mit unserem Cluster-Antrag „Hearing 4 all“ in der Exzellenz-Initiative, mitzuhalten mit den ganz Großen in der Wissenschaft. Dabei sind wir ganz gut aufgestellt und froh, einiges an Unterstützung seitens des Landes und der Universität zu haben. Letztendlich ist auch das nur eine Sache, die man im Team erreichen kann.

Dr. Dr. Birger Kollmeier ist Professor am Institut für Physik der Universität Oldenburg. Der 53-Jährige ist zudem wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums Hörtech. In Oldenburg hat er ein umfangreiches Netzwerk von Hörforschungseinrichtungen initiiert.

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