Tragischer Unfall bei Diepholz - Auto rast in Fußgängergruppe
Mitarbeiter der Polizei Diepholz vermessen am Sonnabend die Unfallstelle in der Düversbrucher Straße bei Rehden (Landkreis Diepholz). Bild: dpa 
Diepholz - Sie waren auf dem Weg, um die Geburt eines neuen Dorfbewohners nach altem Brauch zu feiern. Mit einem meterlangen Rosinenstuten und in feiner Kleidung hatten sie sich aufgemacht zum Besuch der jungen Eltern - da passierte der schreckliche Unfall: Aus bisher nicht geklärter Ursache raste ein Auto am Freitagabend auf der dunklen Landstraße bei Rehden im Landkreis Diepholz in die Gruppe von 15 Fußgängern.
Eine 58-jährige Frau starb sofort, eine 43 Jahre alte Frau erlag auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen.
Die Gruppe war am rechten Fahrbahnrand unterwegs. Die Straße sei zwar nicht beleuchtet und habe weder Geh- noch Radwege, aber die Fußgänger seien zum Teil mit Warnwesten und Handleuchten ausgerüstet gewesen, berichtete ein Polizeisprecher.
Vermutlich sei der 27-jährige Fahrer des Unfallwagens durch entgegenkommende Fahrzeuge geblendet worden, so dass er die Menschen am Fahrbahnrand nicht rechtzeitig erkannt habe. Abschließend geklärt sei die Ursache für diesen tragischen Unfall aber noch nicht, sagte ein Polizeisprecher.
Die Menschengruppe war laut Polizei mit einem traditionellen „Kilmerstuten“ unterwegs - ein riesiger Rosinenstuten, der bei einer Geburt in der Gegend gebacken wird. Der Unfallfahrer sei mit seinem Pkw von hinten auf die Gruppe zugefahren. Neben den beiden Toten wurden drei weitere Mitglieder der Gruppe leicht verletzt.
Alle Beteiligten erlitten einen schweren Schock. Vier Seelsorger kümmerten sich um sie. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Beschlagnahme des Autos an, ein Sachverständiger soll nun ein Gutachten zum Unfallhergang erstellen.
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