Verständnis für Rettungsfonds
Mitgliederentscheid Kreisverbände debattieren über Euro und Schuldenkrise
Carsten Helms und Christiane Ratjen-Damerau, die FDP-Kreisvorsitzenden Ammerland und Oldenburg Stadt, hatten FDP-Bundesschatzmeister Patrick Döring und Michael Böwingloh, FDP-Kreisvorsitzender Gütersloh (v.l.), eingeladen. BILD: Piet Meyer 
von Christoph Kiefer
Oldenburg - Spätestens am 17. Dezember steht das Ergebnis fest: Stimmt die Mehrheit der FDP-Mitglieder dem Euro-Rettungsschirm ESM zu oder nicht? Die Initiatoren des Mitgliederentscheids um den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler, die den Rettungsfonds ESM kippen wollen, treffen zwar auf viel Zustimmung bei der Basis. Doch die Mehrheit ist ihnen noch lange nicht sicher. Dieses Meinungsbild lieferte zumindest die Veranstaltung am Mittwochabend im „Etzhorner Krug“ in Oldenburg. FDP-Bundesschatzmeister Patrick Döring hielt nicht nur ein flammendes Plädoyer für Hilfe unter strengen Auflagen. Gemessen am Beifall war diese Position unter den Mitgliedern an diesem Abend auch mehrheitsfähig.
Michael Böwingloh, FDP-Kreischef aus Gütersloh, warnte vor einer Transferunion. Sie sei unvermeidlich, sollte der ESM eingeführt werden. Kenntnisreich wies er auf Schwachstellen der Rettungspakete hin und erläuterte die Wirkungslosigkeit des Hebels für den ESFS. Doch gegen die Wortgewalt Dörings und dessen rhetorischen Schliff hatte es der Garten- und Landschaftsbauunternehmer schwer.
Einig sind sich beide über die Sprengkraft der Mitgliederbefragung für die Regierungskoalition: Grundsätze verteidigen und hoch erhobenen Hauptes aus der Regierung ausscheiden oder weiterhin sozialdemokratische Europapolitik einschließlich Eurobonds verhindern – auch darüber stimmt die Basis ab.
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