Wilhelmshaven: Per Autobahn direkt in den Jade-Port
Verkehr Drei-Kilometer-Endstück freigegeben – Beste Bedingungen für Zukunftsprojekt
Schneematsch und Schmuddelwetter prägten am Dienstag die Freigabe der Autobahnverlängerung bis zum Wilhelmshavener Containerhafen Jade-Weser-Port. BILD: dpa 
von Jürgen Westerhoff
Wilhelmshaven - Nach wirklichem Feiern war bei der „feierlichen Verkehrsfreigabe“ niemandem zumute. Schneeregen und Matsch auf der Straße prägten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt das Treffen am Ende der Autobahn 29 in Wilhelmshaven, wo in den vergangenen drei Jahren der Direktanschluss des künftigen Containerhafens Jade-Weser-Port entstanden ist.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium waren ebenso gekommen wie Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) und Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und den beteiligten Behörden.
Trotz des miesen Wetters herrschte beste Stimmung, denn eine solche Verkehrsanbindung eines Tiefwasserhafens gilt als einmalig. Per Autobahn direkt in den Containerhafen – das seien einzigartige Bedingungen, unterstrich Niedersachsens Wirtschaftsminister Bode: „Nirgendwo gibt es solche Bedingungen. Die Kombination aus freien Flächen für industrielle Ansiedlungen, dem direkten Autobahnanschluss und der Tideunabhängigkeit des Hafens sorgt für beste Bedingungen.“
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Mit dem Bau des drei Kilometer langen Teilstücks war im November 2008 begonnen wurden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 16,9 Millionen Euro. „Das ist gut angelegtes Geld,“ erklärte Staatssekretär Ferlemann. Er sei zufrieden, dass Bund und Land ihrer Selbstverpflichtung, den Jade-Weser-Port direkt an das Autobahnnetz anzubinden, fristgerecht nachgekommen seien.
Der Wilhelmshavener Tiefwasser-Containerhafen ist derzeit die größte Baustelle Norddeutschlands. Das Zukunftsprojekt, in das insgesamt etwa eine Milliarde Euro investiert wird, geht am 5. August 2012 in Betrieb. Der Hafen ist für die größten Containerschiffe der Welt ausgelegt und soll die Wettbewerbssituation der deutschen Seehäfen weiter verbessern.
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