Tod einer Nordenhamerin bei Rodelunfall: Polizei sieht keine Sicherheitsmängel
Rodelunfall Kontrolle über den Schlitten verloren
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Nordenham - Der tragische Unfall, bei dem Sabine Coners tödlich verunglückt ist, hat bei den Menschen in Nordenham große Bestürzung ausgelöst. Die 51-Jährige starb am Mittwoch an den Folgen eines Rodelunfalls beim Winterurlaub im österreichischen Achenkirch.
Auf Skipiste geraten
Nach wie vor ungeklärt ist, warum die Nordenhamerin beim Nachtrodeln die beleuchtete Bahn verlassen hat und mit ihrem Schlitten auf die angrenzende Skipiste gefahren ist. Gegenüber der NWZ betonte ein Sprecher der Achenkircher Polizei, dass die Rodelstrecke an dieser Stelle nicht sehr steil sei. Ein Abbremsen wäre nach seinen Angaben möglich gewesen. An der Kreuzung mit der Ski-Piste ist die Nordenhamerin laut Zeugenaussagen nach links abgebogen, während sich die anderen Rodler rechts hielten. „Warum sie das getan hat, ist nicht nachzuvollziehen“, sagte der für den Fall zuständige Polizeibeamte.
Eine Unerfahrenheit im Umgang mit dem Schlitten könnte aus Sicht der Polizei zwar als Ursache in Betracht kommen. Aber andererseits sei die Nordenhamerin an dem Abend schon einmal die Strecke heruntergerodelt, so dass sie die Gegebenheiten gekannt habe.
Auf der Skipiste verlor Sabine Coners die Kontrolle über den Schlitten. Sie kam von der Fahrbahn ab und stieß mit einem Baum zusammen. Ihre Verletzungen erwiesen sich als so schwer, dass alle Wiederbelebungsversuche vergebens waren.
Das Unglück ereignete sich gegen 21 Uhr während eines Rodelabends, der in der Saison jeden Mittwoch auf der Anlage der Hochalmlifte Christlum GmbH angeboten wird. Die Liftbetreiber bedauern den Vorfall und weisen Mutmaßungen zurück, dass die Rodelbahn nicht ausreichend gesichert sein könnte. Diese Darstellung wird von der Polizei bestätigt. Die Bahn erfülle alle Auflagen und sei bei dem Nachtrodeln hell beleuchtet gewesen. Wenn Urlauber dort mit dem Schlitten eine Abfahrt unternehmen, so der Polizeisprecher, sei das auch eine Frage der Eigenverantwortung.
Weiterer Unfall
Nur wenige Tage vor dem Unglück, bei dem Sabine Coners ihr Leben verlor, hatte sich auf der Strecke ein weiterer Unfall beim Nachtrodeln ereignet. Dabei zog sich eine deutsche Urlauberin einen Lendenwirbelbruch zu. Die von ihren Angehörigen erhobene Kritik, dass die Rodelbahn unzureichend ausgeleuchtet und es an Warnhinweisen vor der Kreuzung mit der Skipiste mangele, halten die Ordnungsbehörden für unberechtigt. „Den Betreibern sind keine Versäumnisse vorzuwerfen“, hieß es bei der Achenkircher Polizei.
Weitere Ermittlungen in dem Unglücksfall der Nordenhamerin seien nicht vorgesehen.
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