EU spannt Schutzschirm für Wiesenvögel im Nordwesten
Förderprojekt Zahl der Tiere hat stark abgenommen – Spezielle Flächen von Ems bis Elbe werden gesichert
Im Nordwesten - Niedersachsen startet das bisher größte deutsche Schutzprojekt für Wiesenvögel. Die EU-Kommission habe das Programm mit 22,3 Millionen Euro genehmigt, sagte Umweltminister Stefan Birkner (FDP) am Mittwoch im ostfriesischen Moormerland. Die Europäische Union zahlt 60 Prozent für den Schutzschirm, den Rest überwiegend das niedersächsische Umweltministerium.
„Niedersachsen ist das wichtigste Wiesenvogelland in Deutschland“, sagte Birkner. Bis zu 70 Prozent aller Wiesenvögel, die es in Deutschland gebe, seien dort zu Hause. Dazu zählten vor allem Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Für diese sollen in den kommenden Jahren spezielle Flächen im Nordwesten von der Ems bis zur Elbe gesichert werden. Die Schutzmaßnahmen sind nach Ansicht Birkners notwendig, da der Bestand der Wiesenvögel stark abgenommen habe.
Die Flächen liegen vor allem in den Gebieten Cuxhaven, Stade, Wesermarsch, Emsland, Cloppenburg, Vechta, Oldenburg sowie in Ostfriesland. Die Schutzmaßnahmen sind nach Ansicht Birkners notwendig, da der Bestand der Wiesenvögel stark abgenommen habe.
Hauptursache sei der Wandel in der Landwirtschaft, etwa die Trockenlegung von Flächen. Die meisten Wiesenvogelarten benötigten jedoch feuchte und nasse Gebiete.
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