Özkan lobt mobile Betreuung krebskranker Kinder
Onkologie Gesundheitsministerin zu Besuch im Klinikum Oldenburg – Preis für Modellprojekt
Besuch in Oldenburg: Ministerin Aygül Özkan (3. v.l.) mit dem Bären, dem Symbol der Kinderklinik BILD: Torsten von Reeken 
Oldenburg - Als Modellprojekt hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) am Mittwoch das Verbundprojekt Pädiatrische Onkologie Weser-Ems gelobt. Die Ministerin war am Nachmittag zu Gast in der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg, um sich ein Bild von der mobilen Betreuung krebskranker Kinder zu machen, für die sie das Klinikum Ende 2011 mit einem Gesundheitspreis ausgezeichnet hatte.
„Die Jury war sich trotz der zahlreichen Bewerbungen sofort sicher“, sagte sie. In Oldenburg werde gezeigt, „worum es geht“. Worum es geht, dass ist für sie in erste Linie die wohnortnahe Gesundheitsversorgung.
Patienten müssen im weitreichenden Einzugsgebiet Weser-Ems zum Teil 150 Kilometer zu einer Klinik zurücklegen. Dieser Weg wird ihnen in dem Verbundprojekt zumindest teilweise durch Hausbesuche abgenommen.
Im Jahr 2001 hatten sich Kinderärzte aus den Kinderkliniken in Aurich, Delmenhorst, Emden, Leer, Lingen, Meppen, Nordhorn, Oldenburg, Papenburg, Vechta, Wilhelmshaven und niedergelassene Pädiater sowie ambulante Pflegedienste zusammengeschlossen. 2008 wurde mit einer Großzahl von Krankenkassen eine Vereinbarung zur Integrierten Versorgung geschlossen.
„Damit sind wir das einzige Zentrum in Nordwest-Niedersachsen“, sagte Prof. Dr. Hermann Müller, Direktor der Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde. Thomas Haaker, Vorsitzender der Elterninitiative Krebskranke Kinder Oldenburg, wies auf die große Bedeutung der Betreuung für die Betroffenen hin. Der Verbund finanziere auch die Stelle einer Heilpädagogin, die den Kindern spielerisch die Angst vor den zahlreichen Untersuchungen und Eingriffen nähme.
„Wir wollen ein gutes Beispiel wie dieses hier bekannt machen und andere motivieren, es nachzumachen“, sagte Özkan. Mit den nachgewiesenen Heilerfolgen aus Oldenburg ließen sich auch noch mehr Krankenkassen davon überzeugen, derartige Projekte zu unterstützen. Zum Abschluss wünschte sie den Oldenburgern „Kraft und Mut“ für weitere gute Ideen.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv
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