Oldenburg: EU verordnet Gifteinsatz gegen Wühlmäuse
Maulwurfsbekämpfung Kohlenmonoxid nicht genehmigt
Oldenburg - Den Maulwürfen und Wühlmäusen auf den Oldenburger Sportplätzen geht es zukünftig mit Phosphorwasserstoff an den Kragen. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit, nachdem sich der Sportausschuss mit der Thematik befasst hatte.
Die Stadt beugt sich einer entsprechenden EU-Richtlinie, die den Einsatz von Kohlenmonoxid nicht zulässt. Ziel einer im Januar im Sportausschuss und im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima angedachten Neuausrichtung sollte es eigentlich sein, die Ausfall- beziehungsweise Sperrzeiten möglichst gering zu halten sowie die Gefährdung Dritter weitestgehend auszuschließen. Eine entsprechende Begasung der Maulwurfsgänge mit Kohlenmonoxid/Kohlendioxid mache keine Sperrung der Sportplätze erforderlich, teilt die Stadt mit.
Im vergangenen Jahr waren spielende Kinder auf dem Platz von Post SV an der Alexanderstraße mit dem Mittel Polytanol in Kontakt gekommen und mussten mit Vergiftungserscheinungen behandlet werden. Bei der Zersetzung an der Luft entwickelt das Mittel das Giftgas Phosphorwasserstoff. Das Nerven- und Stoffwechselgift kann beim Menschen zum Tod durch Atemlähmung, zu einem Lungenödem oder Kollaps führen. Das Tückische: Bei Phosphorwasserstoffvergiftungen ist mit längeren Latenzzeiten zu rechnen. So kann eine Atemlähmung auch noch nach 24 Stunden auftreten.
Die Stadt wollte das Mittel deshalb nur noch im Einzelfall, bei entsprechend gesicherten Anlagen, einsetzen und die Maulwürfe vorrangig mit kohlenmonoxidhaltigen Gasen bekämpfen. Doch die EU schreibt nun den Einsatz von Phosphorwasserstoff vor, weil für kohlenmonoxidhaltige Präparate EU-weit keine Zulassung für die Indikation „Maulwurf“ beziehungsweise „Wühlmaus“ vorliegt.
Obwohl eine Absperrung mit Phosphorwasserstoff behandelter Flächen nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist, werden sie gesperrt, teilt die Stadt mit. Auch würden entsprechende Schilder vor der Gefahr warnen, teilt die Stadt abschließend mit. Maulwürfe stehen zwar unter Naturschutz, doch lässt das Gesetz begründete und von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigte Ausnahmen zu.
- Mit einem Bootskonvoi haben Fischer und Naturschützer in Cuxhaven gegen die geplante Elbvertiefung protestiert. Am Mittag fuhren knapp 40 Kutter vom alten Fischereihafen in Cuxhaven auf den Fluss hinaus.mehr
- Mit einem Tag Verspätung durfte am Sonnabend der chinesische Schwergutfrachter „Zhenhua 24“ am Wilhelmshavener Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port anlegen, nachdem er am Tag zuvor unverrichteter Dinge zurück in die Nordsee musste.mehr
- Zu einem „Landesnetzwerk Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ haben sich am Sonnabend in der Gemeinde Großenkneten (Landkreis Oldenburg) mehr als 100 Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen zusammengeschlossen.mehr
- An den Folgen eines Sturzes ist ein 58-jähriger Mann aus Varel am Sonnabend verstorben. Ein Passant hatte den Radfahrer in der Nacht zu Sonnabend gegenüber dem Rathaus liegend auf dem Gehweg gefunden. Der alkoholisierte Mann konnte nicht mehr artikulieren.mehr



